Kathrin Marchand schreibt bei den Winter-Paralympics 2026 Sportgeschichte
Lara MeyerKathrin Marchand schreibt bei den Winter-Paralympics 2026 Sportgeschichte
Kathrin Marchand wird bei den Winter-Paralympics 2026 Geschichte schreiben: Als erste Athletin nimmt sie sowohl an Olympischen als auch an Paralympischen Spielen teil – und das in Sommer- und Winterdisziplinen. Die 35-Jährige, die bereits 2012 und 2016 im Rudern bei den Olympischen Spielen an den Start ging, wird nun im Skilanglauf antreten – nach einem beeindruckenden Comeback in den Spitzensport nach einem Schlaganfall im Jahr 2021.
Ihr Weg zurück in den Wettkampfsport begann mit einem Fernsehbericht über Parasport, der sie zum Ausprobieren des Skilanglaufs inspirierte. Nur ein Jahr nach ihrem Schlaganfall stieg sie in die neue Disziplin ein und qualifizierte sich bereits nach 14 Monaten für die Winter-Paralympics 2026 – ganze 14 Jahre nach ihrer ersten Olympischen Qualifikation im Rudern.
Die Vorbereitung war intensiv: Marchand balanciert ihre freiberufliche Tätigkeit im medizinischen Bereich mit dem Training. Um ihre Hochleistungsfitness zu erhalten, rudert sie weiterhin und passt sich gleichzeitig den Anforderungen des Wintersports an. Trotz ihres rasanten Fortschritts bleibt sie bei ihren Medaillenchancen zurückhaltend; ihre ersten Rennen sind für Dienstag und Mittwoch angesetzt.
Bei den Paralympics wird sie im klassischen Stil in knielangen Hosen und einem kurzärmeligen Shirt antreten – eine Premiere für eine Athletin mit Erfahrung in beiden Wettkampfformaten. Bei ihren jüngsten Weltcup-Auftritten erreichte sie Top-Fünf-Platzierungen, darunter einen zweiten Platz in einem Rennen der klassischen Technik.
Für die Zukunft schließt Marchand ein Engagement im Biathlon nicht aus, auch wenn Skating derzeit keine Option ist. Aktuell liegt ihr Fokus jedoch klar auf den bevorstehenden Wettkämpfen in Mailand-Cortina.
Marchands Debüt bei den Winter-Paralympics markiert einen Meilenstein in ihrer Karriere. Nach der Überwindung eines Schlaganfalls und dem Wechsel der Sportart ist sie nun die einzige Athletin, die sowohl bei den Olympischen Sommerspielen als auch bei den Winter-Paralympics an den Start geht. Ihre Leistungen in Mailand-Cortina werden zeigen, ob ihr schneller Aufstieg auch in Podiumserfolge mündet.






