13 April 2026, 04:09

KI-Beauftragte für jede Schule: Revolution oder überforderter Alleingang?

Eine Gruppe von Menschen, die an Tischen in einem Klassenzimmer sitzen, mit Monitoren, Taschen, Büchern, Papieren und anderen Gegenständen auf den Tischen, einem Fenster auf der linken Seite und Kartons und einem Fernseher an der Wand im Hintergrund, an einer Techniktrainingssitzung teilnehmen.

KI-Beauftragte für jede Schule: Revolution oder überforderter Alleingang?

Vorschlag: Jede Schule in Deutschland soll eine KI-Beauftragte oder einen KI-Beauftragten erhalten

Ein neuer Vorschlag sieht vor, dass jede Schule in Deutschland eine Ansprechperson für künstliche Intelligenz (KI) benennt. Diese soll als zentrale Kontaktstelle für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern in allen Fragen rund um KI fungieren. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der die Kritik an veralteten Bildungssystemen und Lücken in der Lehrerfortbildung immer lauter wird.

Die KI-Beauftragten hätten vielfältige Aufgaben: Sie würden schulinterne Fortbildungen konzipieren und bei der Planung fächerübergreifender Unterrichtseinheiten mit KI-Bezug unterstützen. Auch Informationsveranstaltungen für Eltern lägen in ihrem Verantwortungsbereich. Darüber hinaus sollten sie Grundlagenwissen zu KI vermitteln – etwa über Chancen, Risiken und rechtliche Grenzen – und gleichzeitig die Einhaltung des Datenschutzes sicherstellen.

Für die Tätigkeit wären wöchentlich drei dreistündige Einsätze nach Schulschluss vorgesehen. Zudem stünde pro Woche eine halbe Stunde zur Entlastung des Kollegiums zur Verfügung. Der Vorschlag geht sogar so weit, die Position als Zivildienststelle auszugestalten.

Hintergrund des Vorhabens ist die wachsende Kritik am deutschen Bildungssystem. Studierende in Lehramtsstudiengängen berichten, sie fühlten sich durch den stark theorielastigen Lehrplan schlecht auf die Praxis vorbereitet. Gleichzeitig fordert der Bundeselternrat Reformen, um veraltete Schulstrukturen zu modernisieren. Zudem bereitet der Rückgang der Ausbildungsquoten in der frühkindlichen Betreuung – besonders in Bayern, das hier die niedrigste Quote aufweist – Sorgen im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit des Systems.

Würde der Vorschlag umgesetzt, entstünde eine direkte Schnittstelle zwischen Schulen und der sich rasant entwickelnden KI-Branche. Die Position zielt darauf ab, sowohl Defizite in der Lehrerausbildung als auch bei der Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf die digitale Zukunft zu schließen. Schulen erhielten damit eine fest etablierte Anlaufstelle, um die technischen, gesellschaftlichen und rechtlichen Aspekte von KI im Bildungsbereich zu bewältigen.

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