04 May 2026, 12:09

Kölner Zoll knackt 2024 alle Rekorde: Milliarden-Steuern und Millionen-Beschlagnahmungen

Schwarzer Hintergrund mit einer Steuermarke beschriftet "Practitioner Dispensing Opium, Inc."

Kölner Zoll knackt 2024 alle Rekorde: Milliarden-Steuern und Millionen-Beschlagnahmungen

Zollbehörden in Köln verzeichnen rekordreiche Bilanz für 2024: Beschlagnahmungen und Steuereinnahmen steigen

Die Kölner Zollverwaltung blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2024 zurück – mit Rekordbeschlagnahmungen, steigenden Einnahmen und einer wachsenden Belegschaft. Die Beamten deckten weitverbreiteten Betrug auf, trieben Milliarden an Steuern ein und bildeten Hunderte neuer Mitarbeiter aus. Die Zahlen unterstreichen die zentrale Rolle der Stadt im deutschen Zollwesen.

Das Hauptzollamt Köln erwirtschaftete im vergangenen Jahr fast fünf Milliarden Euro. Allein die Einfuhrumsatzsteuer brachte rund vier Milliarden Euro ein, während Verbrauch- und Verkehrssteuern weitere 577 Millionen Euro beisteuerten. Auch die Zahl der Zollerklärungen stieg leicht auf 10,5 Millionen an.

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Bei den Kontrollmaßnahmen verzeichneten die Behörden beachtliche Erfolge: Beschlagnahmt wurden Waren im Wert von etwa 22 Millionen Euro, darunter über 3,8 Millionen unversteuerte Zigaretten – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Köln entwickelte sich zudem zu einem Brennpunkt für Drogenfunde und war für fast die Hälfte aller Crystal-Meth-Beschlagnahmungen in Deutschland verantwortlich. Zudem wurde hier ein Drittel des bundesweit sichergestellten Haschischs und Marihuanas konfisziert.

Neben den Strafverfolgungsmaßnahmen führten die Finanzkontrollstellen in Köln über 800 Arbeitgeberprüfungen durch und leiteten mehr als 5.000 Ermittlungsverfahren ein. Dabei wurden vor allem Schwarzarbeit und nicht gemeldete Beschäftigungsverhältnisse aufgedeckt, die dem Sozialversicherungssystem Verluste von über 40 Millionen Euro bescherten.

Gleichzeitig festigte das Kölner Amt seine Position als größtes Ausbildungszentrum für den Zoll in Deutschland: Aktuell befinden sich 385 Nachwuchskräfte in der Ausbildung.

Die Bilanz für 2024 zeigt, wie die Kölner Zollbehörden zentrale finanzielle und sicherheitspolitische Herausforderungen bewältigen. Mit höheren Einnahmen, mehr Beschlagnahmungen und einer wachsenden Belegschaft bleibt das Amt ein Schlüsselfaktor in der Steuerdurchsetzung und Ausbildung des deutschen Zolls. Die Zahlen machen aber auch deutlich, dass Schwarzarbeit und illegaler Handel weiterhin drängende Probleme darstellen.

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