Kostenloser VHS-Vortrag enthüllt Fritz Langs politische Filmvisionen aus der Weimarer Zeit
Elias KellerKostenloser VHS-Vortrag enthüllt Fritz Langs politische Filmvisionen aus der Weimarer Zeit
Volkshochschule Essen veranstaltet kostenlosen Vortrag über Fritz Lang und die Filme der Weimarer Republik
Am kommenden Donnerstag lädt die Essener Volkshochschule (VHS) zu einem kostenlosen Vortrag über die Filme Fritz Langs aus der Weimarer Zeit ein. Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe zum 50. Todestag des Regisseurs und beginnt um 19 Uhr im VHS-Zentrum in der Nähe des Burgplatzes. Der Historiker und Soziologe Torsten Reters wird durch den Abend führen und die politischen Themen in Langs prägenden Werken analysieren.
Im Mittelpunkt des Vortrags stehen Filme wie Dr. Mabuse, der Spieler, Metropolis und M – Eine Stadt sucht einen Mörder. Diese in der Weimarer Republik entstandenen Werke spiegeln visuell die gesellschaftlichen Ängste vor Schwäche, Ordnung und Autoritarismus wider. Der Filmkritiker Siegfried Kracauer deutete sie später als frühe Warnsignale für faschistische Tendenzen und die Zerbrechlichkeit der Demokratie.
Kracauer floh 1941 in die USA, wo er seine politischen Analysen zu Langs Filmen fortsetzte. Seine Schriften zeigten, wie M das Hollywood-Noir und die Thriller der 1930er Jahre prägte – insbesondere die Rolle von Peter Lorre, die seine Karriere nachhaltig beeinflusste. Noch in den 1960er Jahren bezogen sich westdeutsche Protestbewegungen auf diese Filme als Mahnmale der Weimarer Zeit.
Neben Reters' Ausführungen werden Ausschnitte aus den Werken gezeigt, die den Teilnehmenden einen vertieften Einblick in Langs Einfluss auf Film und Politik bieten.
Die kostenlose Veranstaltung bietet die Gelegenheit, zu erkunden, wie Langs Filme politische Umbrüche widerspiegelten – und sie teilweise vorwegnahmen. Gleichzeitig wird ihre anhaltende Wirkung deutlich, von Hollywood bis ins Nachkriegsdeutschland. Eine Anmeldung ist für die Veranstaltung am 26. März um 19 Uhr nicht erforderlich.






