Krefeld friert dringende Bauprojekte wegen Haushaltskrise ein
Die Stadt Krefeld steht vor schweren finanziellen Problemen und muss mehrere zentrale Vorhaben vorläufig stoppen. Die Verwaltung von Oberbürgermeister Frank Meyer hat bekannt gegeben, dass Schulweiterbau, Feuerwehrwachen und Freizeiteinrichtungen aufgrund des wachsenden Haushaltsdefizits verschoben werden. Trotz der Kürzungen sollen einige Großprojekte unter einem strengen vorläufigen Haushalt für 2026 weiterlaufen.
Das Zentrale Gebäudemanagement Krefeld (ZGM) hat zahlreiche Bauvorhaben wegen der angespannten Haushaltslage auf Eis gelegt. Die Sanierungen der Kompass-Grundschule und des Gymnasiums am Stadtpark wurden pausiert, ebenso wie die Modernisierung des Bockumer Schwimmbads und der Glockenspitzhalle. Auch der Neubau eines Verwaltungsgebäudes am Theaterplatz wurde vorerst gestoppt.
Einige dringende Projekte werden jedoch fortgeführt. Die Aufwertung des Stadtwaldhauses und der Herberzhäuser-Anlagen in Uerdingen bleiben im Plan. Großprojekte wie der Bau einer Veranstaltungshalle, die Eissporthallen an der Westparkstraße und die Sanierung des Stadttheaters sollen trotz der finanziellen Belastung realisiert werden. Die Haushaltskrise betrifft nicht nur Krefeld: Laut dem Deutschen Städtetag beläuft sich das kommunale Gesamtdefizit in Deutschland auf 31 Milliarden Euro. bundesweit kämpfen Kommunen mit steigenden Ausgaben bei gleichzeitig schrumpfenden Einnahmen.
In Krefeld muss das ZGM nun streng priorisieren und verschiebt Investitionen wie neue Feuerwehrwachen in Uerdingen, Hüls und im Stadtteil West sowie Kita-Neubauten an der Neuen Weg und der Griesbacher Straße. Trotz Sparmaßnahmen rechnet das ZGM auch für 2026 mit Verlusten. Im Februar wird der Stadtrat über den Haushaltsplan abstimmen und entscheiden, welche Projekte möglicherweise wiederaufgenommen werden.
Die Verzögerungen wirken sich auf Bildungseinrichtungen, Rettungsdienste und Gemeinschaftsprojekte in ganz Krefeld aus. Während einige Prioritätsvorhaben vorankommen, bleiben viele geplante Modernisierungen bis zur Stabilisierung der Stadtfinanzen ausgesetzt. Noch ist unklar, welche der gestoppten Projekte bei verbesserten Haushaltsmitteln wieder aufgenommen werden.
