06 March 2026, 02:07

Kreis Herford investiert 400.000 Euro in barrierefreie Premium-Wanderwege

Eine detaillierte Karte einer geplanten Bergwanderroute mit Markierungen, Text und Logos auf einem Plakat.

Kreis Herford investiert 400.000 Euro in barrierefreie Premium-Wanderwege

Kreis Herford investiert 400.000 Euro in die Modernisierung seines Wanderwegnetzes

Der Kreis Herford steht vor einer umfassenden Aufwertung seines Wanderwegenetzes – mit einer Investition von 400.000 Euro. Das Projekt "Gemeinsam Gehen – Alle. Alle Wege. Kreis Herford" sieht in den kommenden Jahren die Aufwertung von neun Premium-Wanderrouten vor. Ziel der Initiative ist es, das Wandern für alle zugänglicher zu machen und gleichzeitig die lokale Wirtschaft sowie die Attraktivität für Touristen zu stärken.

Im Mittelpunkt stehen der Ausbau und die Modernisierung von neun zertifizierten Wanderwegen, darunter der Premiumwandweg Teutoburger Wald, der Else-Radweg, der Weserberglandweg, der Wittekindsweg, der Eggeweg, der Hermannsweg, der Waldstückeweg, der Pietzmoorweg und der Ronnenbergweg. Alle Routen sollen künftig den strengen Qualitätskriterien des Deutschen Wanderverbandes entsprechen und so ein hochwertiges Erlebnis für Wanderbegeisterte garantieren.

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Die Finanzierung des Vorhabens erfolgt aus mehreren Quellen. Bund und Land Nordrhein-Westfalen steuern über 350.000 Euro bei – das entspricht 90 Prozent der Gesamtkosten. Die verbleibenden 50.000 Euro werden von der kommunalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft als Eigenanteil aufgebracht.

Die geplanten Maßnahmen umfassen sowohl praktische als auch digitale Verbesserungen. Bis zu 600 neue Wegweiser und 5.000 Markierungsschilder sollen Wanderern die Orientierung erleichtern. Zudem entstehen neue Rastplätze, Bänke, Schutzhütten und Informationstafeln, die den Komfort erhöhen. Die Wege werden zudem digital erfasst und mit großen Tourismusplattformen vernetzt, um sie leichter auffindbar und nutzbar zu machen.

Ein zentrales Anliegen des Projekts ist die Barrierefreiheit. Mit einem inklusiven Ansatz sollen die Routen für Menschen jeden Alters und mit unterschiedlichen Mobilitätsvoraussetzungen attraktiv werden. Dadurch erhofft man sich, ein breiteres Publikum – sowohl Einheimische als auch Gäste – für die Region zu begeistern.

Von der Aufwertung verspricht sich der Kreis Herford messbare Vorteile. Pro Jahr rechnet man mit bis zu 2.500 zusätzlichen Besuchern, die rund 900.000 Euro an Mehreinnahmen generieren könnten. Über den Tourismus hinaus sollen die Verbesserungen das Image der Region als lebens- und erholenswerten Standort für Familien und Fachkräfte festigen.

Quelle