Lasertechnik revolutioniert Wasserstoffproduktion und Brennstoffzellenfertigung
Leon KrausLasertechnik revolutioniert Wasserstoffproduktion und Brennstoffzellenfertigung
5. Laser-Kolloquium Wasserstoff 2024 (LKH2) diskutiert Fortschritte in der Wasserstofftechnologie
Vom 10. bis 11. September fand das 5. Laser-Kolloquium Wasserstoff 2024 (LKH2) statt, bei dem sich 60 Expertinnen und Experten aus Industrie, Wissenschaft und Forschung austauschten. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Lasertechnologie die Herstellung von Brennstoffzellen und die Wasserstoffproduktion vorantreibt.
Veranstaltet wurde die Konferenz von Dr. Alexander Olowinsky, Leiter der Abteilung Fügen und Trennen am Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT). In 17 Fachvorträgen wurden aktuelle Anwendungen von Lasern in der Wasserstofftechnologie vorgestellt – von präziser Materialbearbeitung über Oberflächenstrukturierung bis hin zu Energieeffizienz.
Tobias Keller (Fraunhofer ILT) erläuterte die Vorteile von Ultrakurzpuls-(UKP-)Lasern bei der Herstellung filigraner Schnittkonturen für bipolare Platten. Diese Laser ermöglichen mikrometergenaue Bearbeitung bei minimaler Materialschädigung.
Prof. Dr. Eike Hübner vom Fraunhofer-Heinrich-Hertz-Institut zeigte, wie laserinduzierte Nanostrukturen die Leistung von Brennstoffzellenoberflächen verbessern können. Dr. Martin Müller vom Forschungszentrum Jülich betonte unterdessen die Bedeutung neuer Materialien für eine effizientere Elektrolyse bei der Wasserstofferzeugung.
Dr. Simon Britten von Laserline präsentierte Forschungsergebnisse zu Energiesparpotenzialen: Durch den Einsatz von Diodenlasern ließ sich der Energieverbrauch in industriellen Trocknungsprozessen um 20 bis 30 Prozent reduzieren.
Die Konferenz unterstrich die wachsende Bedeutung der Lasertechnik für die Wasserstoffwirtschaft. Die Teilnehmenden diskutierten praktische Fortschritte in der Brennstoffzellenfertigung, der Materialverarbeitung und energieeffizienten Produktionsmethoden.






