Mönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Trend mit Rekordzahlen 2025
Mönchengladbach verzeichnet einen deutlichen Anstieg beim Wohnungsbau – trotz eines landesweiten Rückgangs in Nordrhein-Westfalen. Die Stadt vollendete 2025 insgesamt 758 neue Wohnungen, fast dreimal so viele wie im Vorjahr. Dieser Aufschwung kommt zu einer Zeit, in der das Bundesland die niedrigsten Bauzahlen seit 14 Jahren verzeichnet: Sowohl Baugenehmigungen als auch Fertigstellungen sind stark zurückgegangen.
Hinter dem Erfolg Mönchengladbachs steht eine Initiative aus dem Jahr 2023, mit der der Wohnungsmarkt belebt werden sollte. Die Stadt investierte rund 43 Millionen Euro in ihr kommunales Wohnungsbauunternehmen WohnBau, um den Bau neuer Wohnungen voranzutreiben. Damit sollten Marktprobleme wie steigende Baukosten und höhere Kreditzinsen ausgeglichen werden.
Die Zahl der Baugenehmigungen in Mönchengladbach stieg 2025 um 73,6 Prozent – ein deutlicher Gegenentwurf zum Landestrend. In ganz Nordrhein-Westfalen sind die Genehmigungen seit 2020 um 27,4 Prozent gesunken, während die Fertigstellungen im vergangenen Jahr um 9,4 Prozent auf nur noch 37.185 Wohnungen zurückgingen. Die Bauquote des Landes liegt nun bei 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner und ist damit so niedrig wie seit 2011 nicht mehr.
Mönchengladbachs eigene Quote von 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner platziert die Stadt auf Platz drei unter den kreisfreien Städten – ein Wert, der 43 Prozent über dem Landesdurchschnitt liegt. Zudem bewilligte die Stadt 2025 Fördermittel in Höhe von 43,2 Millionen Euro für 218 Wohneinheiten, fast auf dem Niveau des Vorjahres, als die Förderung einen Rekordwert erreichte.
Mit steigenden Genehmigungs- und Fertigstellungszahlen hebt sich Mönchengladbach in einem schwierigen Marktumfeld ab. Die Strategie der Stadt könnte als Vorbild dienen, um Wachstum im Wohnungsbau zu sichern. Währenddessen kämpft Nordrhein-Westfalen weiterhin mit rückläufiger Bautätigkeit, bedingt durch finanzielle Belastungen und strukturelle Herausforderungen.






