09 June 2026, 16:08

Nanokörper könnten tödlichen Zelltod durch Gasdermin D stoppen

Zentraler Mechanismus bei Entzündungen entschlüsselt

Nanokörper könnten tödlichen Zelltod durch Gasdermin D stoppen

Eine neue Studie des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn zeigt, wie winzige Moleküle namens Nanokörper schädlichen Zelltod blockieren könnten. Im Mittelpunkt der Forschung steht Gasdermin D (GSDMD), ein Protein, das Entzündungen auslöst, indem es Löcher in Zellmembranen reißt. Die Wissenschaftler:innen hoffen, dass dieser Durchbruch neue Wege zur Behandlung von Krankheiten eröffnen könnte, die mit übermäßiger Porenbildung und Zellzerstörung einhergehen.

GSDMD wird aktiv, sobald ein Segment entfernt wird, das es normalerweise hemmt. Befreit entfaltet sich seine N-terminale Domäne (NTD) und verankert sich in der äußeren Zellmembran. Dort lagern sich über 30 GSDMD-Fragmente zusammen und bilden große Poren, die die Integrität der Zelle zerstören.

Das Forschungsteam testete sechs Nanokörper, die speziell auf GSDMD abzielen. Zwei davon wurden in menschliche Makrophagen – Immunzellen, die häufig von entzündungsbedingten Schäden betroffen sind – eingebracht. Bei äußerlicher Zugabe verhinderten die Nanokörper erfolgreich die weitere Porenbildung. Dieser Eingriff stoppte nicht nur den Zelltod, sondern unterband auch die Freisetzung von Zytokinen, jenen Signalstoffen, die Entzündungen antreiben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Indem die Studie aufzeigt, wie Nanokörper den zerstörerischen Prozess von GSDMD stören können, skizziert sie eine mögliche Methode zur Kontrolle von Krankheiten, bei denen poreninduzierter Zelltod eine zentrale Rolle spielt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Nanokörper entzündungsbedingte Schäden durch GSDMD-Poren verhindern könnten. Dieser Ansatz könnte bei der Behandlung von Erkrankungen helfen, bei denen unkontrollierter Zelltod den Krankheitsverlauf verschlimmert. Die Arbeit des Teams liefert eine klare konzeptionelle Grundlage für die weitere Erforschung von Therapien auf Nanokörper-Basis.

Quelle