02 January 2026, 14:08

Neue unabhängige Hilfe für Betroffene sexualisierter Gewalt in der Evangelischen Kirche

Eine Kirche dominiert die Bildmitte

Kirchen: Unabhängige Unterstützung für Missbrauchsopfer - Neue unabhängige Hilfe für Betroffene sexualisierter Gewalt in der Evangelischen Kirche

Neuer unabhängiger Unterstützungsdienst für Betroffene sexualisierter Gewalt in den Evangelischen Kirchen Deutschlands gestartet

Seit 2026 gibt es ein neues, unabhängiges Beratungsangebot für Menschen, die sexualisierte Gewalt innerhalb der Evangelischen Kirchen in Deutschland erlebt haben. Die Initiative bietet professionelle Unterstützung außerhalb kirchlicher Strukturen an und soll insbesondere denen eine neutrale Anlaufstelle bieten, die sich scheuen, Hilfe bei kirchennahen Einrichtungen zu suchen.

Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative der Evangelischen Kirchen im Rheinland und in Westfalen. Unter der Leitung von Antje Menn, Vizepräsidentin der rheinischen Kirchenleitung, und Ulf Schlüter, theologischem Vizepräsidenten der Evangelischen Kirche von Westfalen, reagiert es auf die Bedenken von Betroffenen, die kirchlichen Institutionen misstrauen. Im Mittelpunkt stehen dabei deren Perspektiven und Vorbehalte.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die unabhängige Beratung wird von Wildwasser Bielefeld durchgeführt, einer externen Fachorganisation, die sich auf die Unterstützung von Betroffenen sexualisierter Gewalt spezialisiert hat. Im Gegensatz zu bestehenden kirchlichen Angeboten garantiert dieser neue Dienst eine niedrigschwellige Hilfe für Menschen, die keinen Kontakt zu kirchlichem Personal wünschen. Professionelle Begleitung steht allen Betroffenen offen. Der Trägerverein, der Unabhängige Beratungs- und Unterstützungsverein für Betroffene sexueller Gewalt in der Evangelischen Kirche (UBU), nahm 2026 offiziell seine Arbeit auf. Er ergänzt – statt ersetzt – die bestehenden kirchlichen Hilfsangebote und erweitert so die Wahlmöglichkeiten für Ratsuchende.

Die Initiative spiegelt ein wachsendes Bewusstsein für die Notwendigkeit neutraler, externer Unterstützungsstrukturen innerhalb religiöser Institutionen wider. Betroffene haben nun die Möglichkeit, professionelle Beratung unabhängig von kirchlichen Systemen in Anspruch zu nehmen. Der Dienst ist vollumfänglich operativ und steht Betroffenen in beiden Regionen offen.