01 March 2026, 10:07

Neuer NRW-Bericht enthüllt: Wie das "Angry Birds Command" die Linksextremismus-Szene prägt

Ein Plakat mit einem zentralen Baum, umgeben von Gesichtern von Menschen, mit dem Text "Der politische Cluster im Terrorismus" unten.

Neuer NRW-Bericht enthüllt: Wie das "Angry Birds Command" die Linksextremismus-Szene prägt

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat eine neue strategische Einschätzung zum Linksextremismus vorgelegt. Der Bericht wirft ein Schlaglicht auf die Aktivitäten des "Angry Birds Command", einer Gruppe, die in der Region operiert. Zudem werden übergeordnete Trends analysiert – darunter der Aufstieg militanter Gruppen mit Bezügen zum Kampfsport sowie ideologische Verschiebungen innerhalb der extrem linken Szene.

Reul, der seit 2017 das Ministerium leitet, gilt als politisch scharfsinnig und genießt hohes öffentliches Ansehen. Seine jüngsten Erkenntnisse rücken sowohl historische Wurzeln als auch neue Bedrohungen durch linksextremistische Gruppen in den Fokus.

Die Analyse zeichnet die ideologischen Grundlagen des Linksextremismus nach – von Marxismus-Leninismus und Trotzkismus bis hin zum Anarchismus. Sie beleuchtet zudem die Geschichte der Arbeiterbewegung und ihren Einfluss auf heutige radikale Gruppen. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf dem "Angry Birds Command", einem anarchoprimitivistischen Kollektiv, das die industrielle Gesellschaft ablehnt und stattdessen ein Leben im Einklang mit der Natur propagiert.

Diese Gruppe tauchte erstmals in Nordrhein-Westfalen auf, doch der Bericht liefert keine aktuellen Informationen zu ihren jüngsten Aktivitäten, Zielen oder Methoden. Ein weiteres Problemfeld stellt der sogenannte "Budapest-Komplex" dar, den die Einschätzung mit linksextremen Kampfsportkreisen in Verbindung bringt. Zwar zeigen diese Netzwerke aggressives Potenzial, doch gibt es laut Bericht keine Hinweise auf eine generelle Hinwendung zum organisierten "linken Terrorismus"*.

Die Zahl der Sachbeschädigungen hat stark zugenommen und sich zwischen 2024 und 2025 mehr als verdoppelt. Allerdings richteten sich viele Vorfälle gegen zerstörte Wahlplakate rechtsextremer Parteien und nicht gegen großangelegte Anschläge. Gleichzeitig verlieren postautonome Netzwerke wie die "Interventionistische Linke" oder "ums Ganze" an Einfluss, während orthodox-kommunistische Strömungen an Boden gewinnen.

Trotz dieser Verschiebungen bleibt die Gesamtbedrohung vor allem auf Vandalismus und kleinteilige Sabotageakte beschränkt – systematische Gewalt ist nicht zu erkennen. Der Bericht warnt zwar vor einer zunehmenden Militanztendenz, sieht aber keine unmittelbare Zunahme terroristischer Methoden.

Die Einschätzung bietet ein detailliertes Stimmungsbild des Linksextremismus in Nordrhein-Westfalen – von den ideologischen Ursprüngen bis zu aktuellen Entwicklungen. Zwar geben Gruppen wie das "Angry Birds Command" oder Kampfsportnetzwerke Anlass zur Sorge, doch deutet der Bericht nicht auf eine akute Terrorgefahr hin.

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Die Sachbeschädigungen haben zwar deutlich zugenommen, doch zielen viele davon auf rechtsextreme Propaganda ab. Die Ergebnisse skizzieren eine zersplitterte Szene, in der ältere Netzwerke an Bedeutung verlieren, während neue Gruppen aufsteigen.