12 March 2026, 08:07

Neues Drogenhilfezentrum in Oberbilk: Stadt plant 3,3 Millionen Euro für umstrittenes Projekt

Eine Zeichnung eines Parks mit Menschen, die spazieren gehen, umgeben von Bäumen, Gebäuden und einer Brücke, unter einem bewölkten Himmel, mit dem Text "Die zweite Dombrücke in Düsseldorf" unten.

Neues Drogenhilfezentrum in Oberbilk: Stadt plant 3,3 Millionen Euro für umstrittenes Projekt

Düsseldorfer Behörden stellen Pläne für neues Drogenhilfezentrum in Oberbilk vor

An diesem Donnerstagabend werden Vertreter der Stadt Düsseldorf die Pläne für ein neues Drogenberatungs- und -hilfezentrum im Stadtteil Oberbilk vorstellen. Die Einrichtung soll medizinische, psychiatrische und psychologische Beratungsangebote für Menschen mit Suchtproblemen bereitstellen. Doch die Wahl des Standorts stößt bei Anwohnern und nahegelegenen Schulen auf Widerstand.

Die Stadt hat für dieses Jahr 3,3 Millionen Euro im Haushalt eingeplant, um das sogenannte Zürcher Modell in der Nähe des Düsseldorfer Hauptbahnhofs umzusetzen. Der Ansatz setzt auf engmaschige Betreuung und Unterstützung, um drogenbedingte Probleme im öffentlichen Raum zu verringern.

Das Zentrum soll schrittweise in Betrieb gehen, wobei die Angebote ab diesem Sommer nach und nach eingeführt werden. Beratung, medizinische Grundversorgung und psychiatrische Hilfe werden modular organisiert. Dennoch lehnt die Bürgerinitiative Eisenstraße das Projekt weiterhin entschieden ab – mit Verweis auf Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und der Auswirkungen auf das Viertel.

An der Donnerstagsveranstaltung nehmen Vertreter aus der Sozialberatung und der Straßensozialarbeit teil. Sie werden Fragen und Einwände von Anwohnern, Schulen und Kitaträgern entgegenehmen.

Falls das Zentrum genehmigt wird, könnte es die Suchthilfe in Düsseldorf nachhaltig verändern. Die Stadt betont, dass es die Sicherheit verbessern werde, doch die oppositionellen Gruppen bleiben skeptisch. Die endgültige Entscheidung hängt von der öffentlichen Rückmeldung und weiteren Gesprächen ab.

Quelle