26 December 2025, 00:14

Neues Mittel gegen Vogelfraß: Korit 420 FS ab 2026 für Maisbauern freigegeben

Ein Vogel auf einem Ast mit einem Zitat darunter.

Neues Mittel gegen Vogelfraß: Korit 420 FS ab 2026 für Maisbauern freigegeben

Maisbauern erhalten 2026 Zugang zu einer neuen Saatgutbehandlung gegen Vogelfraß. Das Produkt Korit 420 FS wurde notfallmäßig zugelassen, um Ernten vor Krähen, Tauben und Fasanen zu schützen. Seine Anwendung unterliegt strengen Auflagen, um Umweltrisiken zu minimieren.

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Die Notfallzulassung für Korit 420 FS tritt am 12. Januar 2026 in Kraft und gilt für 120 Tage. Landwirte dürfen das Mittel bis zum 11. Mai auf Maissaatgut anwenden. Der Wirkstoff Ziram (420 g/l) vertreibt Vögel, ohne sie zu schädigen.

Die Anwendung ist streng reglementiert: Behandeltes Saatgut muss in professionellen Anlagen verarbeitet und mit driftarmen pneumatischen Sämaschinen ausgebracht werden. Während der Aussaat darf die Windgeschwindigkeit 5 m/s nicht überschreiten. Zudem ist das Mittel in Wasserschutzgebieten und in der Nähe von Mineralquellen verboten. Die Zulassung umfasst lediglich 1.000 Liter – ausreichend für 5.715 Hektar. Dies spiegelt Bedenken hinsichtlich der Umweltsicherheit und behördlicher Prüfungen wider.

Die kritische Phase für Vogelfraß und Schädlingsbefall durch die Zwiebelfliege dauert an, bis der Mais das Drei-Blatt-Stadium erreicht. Ein schnelles, ungestörtes Wachstum in dieser Zeit erhöht die Überlebenschancen der Pflanzen. Norbert Erhardt, Mais-Experte der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, rät zu sorgfältiger Vorbereitung: „Landwirte sollten auf Bodenqualität achten, ein feinkrümeliges Saatbett anlegen und die Saat in der richtigen Tiefe ausbringen.“ Auch der richtige Zeitpunkt, eine gründliche Bodenbearbeitung und hochwertiges Saatgut fördern das Pflanzenwachstum.

Korit 420 FS bietet eine vorübergehende Lösung gegen vogelbedingte Ernteverluste. Die begrenzte Zulassung steht im Kontext der anhaltenden Debatten über Notfallgenehmigungen nach EU-Recht. Landwirte müssen die strengen Vorgaben einhalten, um Schädlingsbekämpfung und Umweltschutz in Einklang zu bringen.