Neues Tonabbauprojekt in Herford-Diebrock: Bürger können jetzt Einsicht nehmen und Einspruch einlegen
Elias KellerNeues Tonabbauprojekt in Herford-Diebrock: Bürger können jetzt Einsicht nehmen und Einspruch einlegen
Pläne für ein neues Tonabbauprojekt in Herford-Diebrock nehmen Gestalt an
Die Stork Tongruben- und Transportunternehmen GmbH hat offiziell einen Antrag auf Aufnahme des Tonabbaus in der Region gestellt. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) vorgesehen, die eine öffentliche Beteiligung vorsieht, bevor eine Entscheidung getroffen wird.
Die Unterlagen des Unternehmens liegen vom 27. Februar 2026 bis zum 27. März 2026 zur Einsicht aus. Interessierte können die Pläne vor Ort an zwei Standorten einsehen: im Kreisverwaltung Herford und im Technischen Rathaus der Stadt Herford. Beide Stellen haben montags bis freitags geöffnet, wobei die genauen Öffnungszeiten je nach Standort variieren. Wer nicht persönlich vorbeikommen kann, findet die vollständigen Antragsunterlagen auch online über das UVP-Portal Nordrhein-Westfalen.
Die öffentliche Rückmeldung spielt eine zentrale Rolle im Bewertungsprozess. Bürgerinnen und Bürger, die Bedenken haben, können innerhalb eines Monats nach Ablauf der Auslegungsfrist schriftlich oder persönlich Einspruch einlegen. Bei vergleichbaren Vorhaben in der Region gab es zwischen 2020 und 2024 rund 1.200 formelle Einwendungen, vor allem von Anwohnern und Umweltschutzverbänden.
Da eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgeschrieben ist, kann das Projekt nur nach einer gründlichen Prüfung voranschreiten. Die Behörden werden alle eingereichten Stellungnahmen berücksichtigen, bevor sie eine endgültige Entscheidung über die Tonabbaupläne treffen.
Der einmonatige Einsichtszeitraum gibt der Bevölkerung die Möglichkeit, den Vorschlag eingehend zu prüfen. Einwände müssen fristgerecht eingereicht werden, um in die offizielle Bewertung einbezogen zu werden. Das Ergebnis wird darüber entscheiden, ob die Stork Tongruben- und Transportunternehmen GmbH mit dem Abbau in Diebrock beginnen darf.
