05 February 2026, 08:11

Nobelpreisträger kämpfen für Latein – während eine avantgardistische Oper Premierenfeier hat

Ein Plakat, das das Théâtre de l'Opéra in Paris bewirbt, zeigt eine Frau in einem gelben Kleid, umgeben von anderen Menschen, mit Text darauf.

Nobelpreisträger kämpfen für Latein – während eine avantgardistische Oper Premierenfeier hat

Eine vielbeachtete Petition zum Schutz des Lateinunterrichts an Schulen gewinnt an Fahrt – unterstützt von drei Nobelpreisträgern und prominenten Kulturschaffenden. Die unter dem Motto 'Latein ist kein Luxus – es ist Bildung' geführte Kampagne fordert die Bildungsministerin auf, dem Fach höhere Priorität einzuräumen. Unterdessen feierte die Hamburger Staatsoper die Uraufführung von 'Monsters Paradise', einer avantgardistischen Oper zweier der bekanntesten Unterstützer der Initiative.

Die Petition zielt darauf ab, Latein als zentrales akademisches Fach zu bewahren. Zu den Unterzeichnern zählen die Nobelpreisträger Elfriede Jelinek (Literatur), Peter Handke (Literatur) sowie der Physiker Anton Zeilinger. Daneben stehen Theatergrößen wie Georg Nigl, angesehene Mediziner, Regisseure und erfahrene Politiker auf der Liste. Die Organisatoren rufen die Öffentlichkeit auf, die Petition auf aufstehn.at zu unterzeichnen.

Die Oper 'Monsters Paradise', die an der Hamburger Staatsoper Premiere feierte, vereint zwei Schlüsselfiguren der Kampagne: die Komponistin Olga Neuwirth und die Librettistin Elfriede Jelinek. Unter der Regie von Tobias Kratzer und mit Bühnenbildern von Rainer Sellmaier verbindet die Produktion elektronische Klänge mit traditionellen Opernformen. Das Ensemble umfasste Sarah Defrise, Sylvie Rohrer, Kristina Stanek und Ruth Rosenfeld – neben Georg Nigl, der ebenfalls in der Premiere auftrat.

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Neuwirths Partitur vereint vielfältige Musikstile, von orchestralen Passagen bis zu experimentellen elektronischen Techniken. Das von Jelinek verfasste Libretto inszeniert das Werk als 'operngroteske' – eine düster-satirische Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Themen. Kritik und Publikum in Hamburg reagierten begeistert auf die kühne künstlerische Vision der Produktion.

Die Petition bleibt weiterhin zur Unterzeichnung geöffnet; die Initiatoren werben um breitere öffentliche Unterstützung. Gleichzeitig läuft 'Monsters Paradise' weiter in Hamburg und präsentiert die kreative Zusammenarbeit zweier der lautstärksten Fürsprecher der Kampagne. Die Verbindung zwischen der künstlerischen Uraufführung und der Bildungsinitiative unterstreicht das kulturelle Gewicht hinter dem Einsatz für den Erhalt der Lateinstudien.