22 February 2026, 08:11

NRW-CDU fordert von Merz klare Taten statt Berliner Grabenkämpfe

Ein Plakat der Berliner Secession mit einer Frau in einem grünen Kleid und einem Mann in einem schwarzen Anzug, mit Text zur Beschreibung des Ereignisses.

NRW-CDU fordert von Merz klare Taten statt Berliner Grabenkämpfe

Frust wächst in der NRW-CDU vor dem Bundesparteitag

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In der nordrhein-westfälischen CDU mehren sich vor dem Bundesparteitag der Unmut und die Ungeduld. Viele Mitglieder werfen der Bundesführung vor, in internen Streitigkeiten und leeren Ankündigungen stecken zu bleiben, statt handfeste Ergebnisse zu liefern. Die Landespolitiker in NRW fordern stattdessen klare Vorgaben und konkrete Taten von der Spitze.

Die Kritik reicht bis in die Heimatregion von Kanzlerkandidat Friedrich Merz, das Sauerland. Parteimitglieder bemängeln seine Führung und monieren, dass die Berliner Grabenkämpfe echte Fortschritte überlagern. Volker Kronenberg, ein einflussreicher CDU-Politiker in NRW, geht zwar davon aus, dass der Landesverband Merz' Wiederwahl unterstützen wird – doch nur unter Verweis auf die eigenen starken Umfragewerte des Landes.

Paul Ziemiak, Generalsekretär der NRW-CDU, hat das Chaos in Berlin offen kritisiert. Stattdessen lobt er die Arbeit von Ministerpräsident Hendrik Wüst als Vorbild: Hier stünden sachpolitische Lösungen im Land über bundespolitischem Gezänk. Wüst selbst hält sich bei einigen sozialpolitischen Reformvorschlägen der Union zurück – insbesondere bei denen der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT).

Die NRW-CDU hat für den Parteitag ein 11-Punkte-Antragspaket vorgelegt, das konkrete Forderungen enthält. Darin wird unter anderem schärferes Vorgehen gegen Sozialbetrug gefordert. Die Initiativen spiegeln einen grundsätzlichen Wunsch wider: weniger Debatten, mehr Handeln. Die Mitglieder hoffen, dass der Parteitag den Weg zu einer entschlosseneren Führung ebnet.

Für viele in NRW zählt vor allem die Landespolitik – nicht die Berliner Querelen. Sie erwarten von der Partei den Beweis, dass sie regierungsfähig ist: mit klaren Konzepten und spürbaren Ergebnissen.

Der Bundesparteitag wird zeigen, ob die CDU ihre internen Gräben überwinden und neuen Schwung gewinnen kann. Die NRW-Vorschläge und die starke Landesperformance könnten die Bundesführung unter Druck setzen, pragmatischer und ergebnisorientierter zu agieren. Das Ergebnis könnte maßgeblich prägen, wie die Partei das Vertrauen ihrer Basis zurückgewinnt.