15 January 2026, 16:51

NRW fehlen 376.000 Wohnungen – doch der Bau stockt dramatisch

Ein aufgeschlagenes Buch mit dem Titel "Landschaft des Rheinlands" aus dem Jahr 1805, das eine Zeichnung eines Dorfes mit Häusern, Bäumen, Hügeln und Wolken am Himmel zeigt.

Studie: 376.000 Wohnungen fehlen in NRW - NRW fehlen 376.000 Wohnungen – doch der Bau stockt dramatisch

Nordrhein-Westfalen leidet unter einer dramatischen Wohnungsnot – 376.000 Wohnungen fehlen

Nordrhein-Westfalen (NRW) kämpft mit einer schweren Wohnungskrise: Schätzungen zufolge fehlen in der Region rund 376.000 Wohnungen. Die Lage hat sich verschärft, da der Wohnungsbau ins Stocken geraten ist und das Land seine Ziele für bezahlbaren und sozialen Wohnraum bei Weitem verfehlt.

2024 wurden in NRW nur 41.000 Wohnungen fertiggestellt – ein Rückgang um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Um den Mangel zu beheben, müsste das Land bis 2030 jährlich etwa 94.000 neue Wohnungen bauen. Doch selbst das reicht nicht aus: Um bis 2035 auf 450.000 Sozialwohnungen zu kommen, wären zusätzlich fast 18.000 preisgebundene Wohnungen pro Jahr nötig.

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Die Krise betrifft nicht nur die Städte. Ländliche Regionen wie das Münsterland leiden ebenfalls unter Wohnungsmangel, während günstigere Gebiete wie Ostwestfalen mit Leerstand kämpfen. Gleichzeitig verlieren bis 2030 rund 409.000 geförderte Wohnungen in NRW ihre Preisbindung – was das Angebot an bezahlbarem Wohnraum weiter schrumpfen lässt. Das Problem beschränkt sich nicht auf NRW: Bundesweit fehlen 1,4 Millionen Wohnungen – so viele wie seit den frühen 1990er-Jahren nicht mehr. Besonders betroffen sind junge Menschen und sozial benachteiligte Gruppen.

Als Reaktion fordert das Bündnis Soziales Wohnen, dem unter anderem der Deutsche Mieterbund, die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und weitere Wohnungsbauorganisationen angehören, einen Bund-Länder-Pakt, um den Bau zu beschleunigen und den sozialen Wohnungsbau auszuweiten.

Doch von einer Entspannung der Lage ist NRW weit entfernt: Die Bauzahlen sinken, die Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem. Ohne massive Gegenmaßnahmen wird sich die Kluft zwischen verfügbarem und benötigtem Wohnraum weiter vergrößern – und Tausende ohne bezahlbare Wohnmöglichkeiten zurücklassen.