14 January 2026, 11:44

Otto revolutioniert Europas Logistik mit KI-gesteuerten Robotern und digitalen Zwillingen

Eine Gruppe automatisierter Roboter, die auf Förderbändern in einem Lager arbeiten, umgeben von Kartons und Fahrzeugen auf dem Boden.

Otto revolutioniert Europas Logistik mit KI-gesteuerten Robotern und digitalen Zwillingen

KI-gestütztes Lagerverwaltungssystem soll Logistik in Europa revolutionieren

Ein neues, von Künstlicher Intelligenz betriebenes Lagerverwaltungssystem könnte die Logistikbranche in ganz Europa grundlegend verändern. Entwickelt wurde die Technologie von der Otto Group in Zusammenarbeit mit Nvidia und Reply. Sie verspricht mehr Effizienz und Skalierbarkeit. Als erstes wird das Logistikzentrum von Hermes Fulfilment in Löhne, Deutschland, das System einführen – es dient damit als Vorbild für künftige Standorte.

Automatisierte Lager, in denen Roboter Pakete bearbeiten, sind zwar bereits weit verbreitet, doch die Integration verschiedener Systeme blieb bisher eine Herausforderung. Um dieses Problem zu lösen, hat die Otto Group eine Robotic Coordination Layer entwickelt – ein virtuelles KI-System, das die Echtzeit-Kommunikation und Navigation der Lagerroboter steuert. Diese Schicht verbindet die Steuerungssoftware für Roboterflotten mit den Lagerverwaltungssystemen und sorgt so für reibungslose Abläufe.

Ein weiteres Merkmal des Systems ist ein digitaler Zwilling des Lagers, der eine Live-Visualisierung der Position und Bewegung jedes Roboters ermöglicht. Betreiber können Layouts virtuell umgestalten, Prozesse optimieren und dynamische Simulationen durchführen, um Spitzenbelastungen zu bewältigen. Die gesamte Infrastruktur läuft auf der Cloud-Plattform von Google und nutzt die Omniverse-Bibliotheken sowie die KI-Robotik-Plattform Isaac von Nvidia. DHL hat bereits sein erstes Logistikzentrum mit dieser Technologie in Leipzig eröffnet – die Inbetriebnahme erfolgte am 10. Januar 2026.

Die Otto Group strebt an, Europa bei der robotergestützten Logistik führend zu positionieren und Kunden schnellere sowie zuverlässigere Lieferungen zu ermöglichen. Langfristig soll ein intelligentes, ferngesteuertes Logistikzentrum entstehen, das sich flexibel an wechselnde Anforderungen anpasst.

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Das neue System vereint KI-gestützte Koordination, Echtzeit-Robotersteuerung und virtuelle Optimierungstools. Das Logistikzentrum von Hermes Fulfilment in Löhne wird als erstes damit arbeiten, während das DHL-Hub in Leipzig bereits in Betrieb ist. Die Technologie soll die Effizienz steigern, Verzögerungen reduzieren und einen neuen Standard für die automatisierte Logistik in Europa setzen.