08 June 2026, 22:08

Paderborn baut Europas größten quantenoptischen Superrechner mit bahnbrechender Lichttechnik

Erste Quantencomputer in Deutschland rechnet in Paderborn

Paderborn baut Europas größten quantenoptischen Superrechner mit bahnbrechender Lichttechnik

Europas größter quantenoptischer Rechner auf Basis von Stichproben wurde an der Universität Paderborn gebaut. Unter dem Namen PaQS stellt die Maschine einen bedeutenden Fortschritt im Bereich des photonischen Quantencomputings dar. Entwickelt wurde sie im Rahmen einer nationalen Initiative, mit der Deutschland in diesem aufstrebenden Feld eine Führungsrolle einnehmen soll.

PaQS entstand im Projekt PhoQuant, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 50 Millionen Euro gefördert wird. Ziel ist die Weiterentwicklung photonischer Quantentechnologien. Zu den Projektpartnern zählen Menlo Systems, das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) in Jena sowie Swabian Instruments; die Koordination übernimmt Q.ANT.

Das System ist Europas größter Rechner für Gaussian-Boson-Sampling – ein spezielles Quantenverfahren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Quantencomputern nutzt PaQS gepresstes Licht, eine Quantentechnologie, die in optischen Wellenleitern an der Universität Paderborn erzeugt wird. Sein Aufbau umfasst ein vollständig programmierbares und integriertes Interferometer, das sich flexibel für verschiedene Aufgaben rekonstruieren lässt.

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Photonische Quantencomputer wie PaQS bieten entscheidende Vorteile, etwa hohe Skalierbarkeit und schnelle Taktraten. Dennoch steckt die Technologie noch in den Kinderschuhen. Weitere Informationen zum PhoQuant-Projekt sind auf der Website der Universität verfügbar.

Die Entwicklung von PaQS festigt Deutschlands Position an der Spitze des photonischen Quantencomputings. Dank seines flexiblen und programmierbaren Designs eröffnet die Maschine neue Forschungsmöglichkeiten. Der Erfolg des Projekts könnte die Wettbewerbsfähigkeit des Landes in zukünftigen Quantentechnologien weiter stärken.

Quelle