„Panikherz“ am Thalia Theater: Letzte Vorstellung nach sechs Jahren Kultstatus
Marie KrügerLetzter Vorhang für Stuckrad-Barres 'Panikherz' an der Thalia - „Panikherz“ am Thalia Theater: Letzte Vorstellung nach sechs Jahren Kultstatus
Die Bühnenadaption von Panikherz endet am kommenden Montag ihre Spielzeit am Thalia Theater in Hamburg. Seit der Premiere im Jahr 2018 hat die Inszenierung in 46 Vorstellungen über 30.000 Zuschauer angezogen. Das Stück bringt den autobiografischen Roman von Benjamin von Stuckrad-Barre auf die Bühne, der 2016 erstmals veröffentlicht wurde.
Im Mittelpunkt der Handlung steht die reale Freundschaft zwischen dem Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre und dem Musiker Udo Lindenberg. Bei der Premiere überraschte Lindenberg selbst das Publikum mit einem Auftritt: Er spielte eine kleine Rolle, während seine Musik nur einmal in der Produktion zu hören war.
Im Stück wird die Figur „Stuckiman“ – Lindenbergs Spitzname für den Autor – von mehreren Schauspielern verkörpert. Am Thalia Theater übernahm Bastian Semmer diese Rolle. Der rohe, bekennende Stil des Romans wurde zu einem Theatererlebnis, das das Publikum fast sechs Jahre lang fesselte. Nach dutzenden ausverkauften Aufführungen fällt nun am Montagabend der letzte Vorhang.
Der Erfolg der Produktion unterstreicht die anhaltende Faszination für Stuckrad-Barres Memoiren und deren Auseinandersetzung mit Ruhm, Freundschaft und Selbstzerstörung. Mit 46 Vorstellungen und tausenden Besuchern hat sich Panikherz als herausragendes Werk im zeitgenössischen deutschen Theater etabliert.
