17 March 2026, 04:07

Pharmakonzern zwischen Milliardenverlust und Hoffnung auf medizinische Durchbrüche

Weißer Hintergrund mit fettem grünem Text, der "single use support pioneering biopharma" liest.

Pharmakonzern zwischen Milliardenverlust und Hoffnung auf medizinische Durchbrüche

Ein großer Pharma- und Agrarkonzern steht vor einem entscheidenden Jahr, geprägt von rechtlichen und finanziellen Herausforderungen, aber auch vielversprechenden Fortschritten in der Medikamentenentwicklung. Das Unternehmen verzeichnete 2025 einen Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro – vor allem aufgrund von Prozesskosten –, während die Aktie angesichts jüngster medizinischer Erfolge um 4,71 % stieg. Die Weichenstellungen im Jahr 2026 könnten die Zukunft des Konzerns neu definieren.

Die finanziellen Probleme hielten 2025 an: Neben dem Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro kletterte die Nettoverschuldung auf fast 30 Milliarden Euro. Besonders belastend wirken die anhaltenden Rechtsstreitigkeiten um das Herbizid Roundup, die die Bilanz schwer belasten und die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich ziehen. Eine Grundsatzentscheidung des Obersten Gerichtshofs zu Warnhinweisen auf Roundup, die bis Mitte Juni 2026 erwartet wird, könnte richtungsweisend sein. Die mündliche Verhandlung ist für den 1. April 2026 angesetzt – zeitgleich mit der Hauptversammlung, auf der die Aktionäre über eine Dividende von 0,11 Euro pro Aktie abstimmen werden.

In der Pharmasparte gibt es dagegen erfreuliche Entwicklungen. Kerendia (Finerenon), seit Juli 2021 von der US-Arzneimittelbehörde FDA und seit März 2022 in der EU zugelassen, zeigt weiteres Potenzial: Eine aktuelle Studie erreichte ihren primären Endpunkt bei der Behandlung von nicht-diabetischer chronischer Nierenerkrankung, was die Anwendungsmöglichkeiten erweitert. Das Unternehmen beabsichtigt nun, eine erweiterte FDA-Zulassung zu beantragen – ein Schritt, der den Zugang zu einem größeren Patientenkreis ermöglichen könnte.

Die Anleger reagierten positiv auf diese Fortschritte und trieben den Aktienkurs um 4,71 % auf 40,25 Euro in die Höhe. Während die Pharmasparte mit ihrer Widerstandsfähigkeit gegen die rechtlichen Belastungen punktet, keimt Hoffnung auf langfristiges Wachstum auf. Mit zehn geplanten Blockbuster-Medikamenten für das kommende Jahrzehnt könnten ein günstiges Urteil des Obersten Gerichtshofs und weitere klinische Erfolge die finanzielle Last mindern.

Die nächsten Monate werden für das Unternehmen wegweisend sein. Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zu Roundup und eine mögliche erweiterte FDA-Zulassung für Kerendia werden maßgeblich darüber entscheiden, ob die finanzielle Erholung gelingt. Bei Erfolg könnten diese Schritte die Schuldenlast verringern und in den kommenden Jahren die Einführung neuer Therapien vorantreiben.

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