07 June 2026, 12:06

"POLDI" zeigt Podolski zwischen Fußball, Familie und Neuanfang

Ein Profi mit persönlichem Touch

"POLDI" zeigt Podolski zwischen Fußball, Familie und Neuanfang

„POLDI“ – Ein Dokumentarfilm zeigt Lukas Podolski jenseits des Fußballs

Ein neuer Dokumentarfilm mit dem Titel POLDI bietet einen seltenen Einblick in das Leben des ehemaligen deutschen Fußballers Lukas Podolski. Anders als klassische Sportfilme konzentriert er sich weniger auf seine Karriere als vielmehr auf seinen persönlichen Werdegang – von bescheidenen Anfängen bis hin zum Balanceakt zwischen Business, Familie und der Ungewissheit nach dem Rücktritt.

Der Film zeichnet Podolskis Aufstieg aus einfachen Verhältnissen bis zum Profifußballer nach. Seine Eltern teilen offene Momente, darunter die Erinnerung seines Vaters an den Tag, als sein Sohn mit einem protzigen Audi vor dem Elternhaus vorfuhr. Eine andere Szene zeigt seine Mutter, wie sie ihm ein Schnitzel in Margarine brät – eine schlichte Geste, die den Star wieder auf den Boden der Tatsachen holt.

Der Rücktritt vom Fußball lastet schwer auf Podolski und zieht sich wie ein roter Faden durch den Dokumentarfilm. Er gibt offen zu, mit dem Gedanken zu kämpfen, den Fußball hinter sich zu lassen – selbst während er sich in neuen Rollen als Unternehmer und Familienmensch versucht. Sein lockeres Motto „Et kütt, wie et kütt“ – „Es wird schon irgendwie werden“ – spiegelt dabei seine Haltung in dieser ungewissen Phase wider.

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Der Ton bleibt ehrlich und leichtfüßig, ohne in die übliche Heldenverehrung vieler Sportdokus zu verfallen. Zwar streift der Film auch tiefgründigere Themen, doch eine echte Auseinandersetzung mit den Widersprüchen seines Lebens bleibt aus. Fußball bleibt seine Priorität, doch der Film macht klar: Podolskis Identität geht weit über den Platz hinaus.

Am Ende hinterlässt die Doku das Bild eines Podolski an einem Scheideweg. Sie fängt seine Wärme, seinen Humor und die stillen Herausforderungen ein, die der Abschied vom Fußball mit sich bringt. Fürs Erste bleibt seine Zukunft so offen wie der Geist seines Lieblingsspruchs.

Quelle