Polizei stoppt illegal getunte Autos bei Razzia in Jüchen mit drastischen Folgen
Marie KrügerPolizei stoppt illegal getunte Autos bei Razzia in Jüchen mit drastischen Folgen
Am Sonntag, dem 19. Januar, führten Beamte einer neu gegründeten Einheit der Verkehrsdirektion Kontrollen auf der Neusser Straße in Jüchen durch. Ziel der Aktion waren illegal umgerüstete Fahrzeuge. Den Behörden lagen zuvor Hinweise auf ein geplantes Treffen der örtlichen Tuning-Szene an diesem Ort vor.
Während der Operation wurden etwa 80 typische Szene-Fahrzeuge identifiziert. Acht davon unterzog man einer gründlichen Überprüfung. Bei fünf stellten die Beamten nicht genehmigte Veränderungen fest, darunter manipulierte Abgasanlagen und nachgerüstete Teile ohne Zulassung.
Ein Fahrzeug erzeugte im Stand einen Schallpegel von 103 Dezibel – 18 Dezibel über dem gesetzlichen Grenzwert von 85 Dezibel. Die Hauptuntersuchungsberichte aller fünf nicht konformen Fahrzeuge wurden für ungültig erklärt. Anschließend beschlagnahmte die Polizei die Fahrzeuge für eine forensische Untersuchung.
Die Aktion verlief reibungslos, wobei die meisten Fahrer und Teilnehmer friedlich und kooperativ blieben. Die Polizei wertete die Kontrollen als Erfolg.
Den Besitzern illegal umgerüsteter Fahrzeuge drohen nun Bußgelder, Kosten für Sachverständigengutachten sowie Abschleppgebühren. Zudem müssen sie die nicht genehmigten Veränderungen rückgängig machen, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Die Polizei kündigte an, solche Kontrollen künftig in regelmäßigen Abständen im gesamten Kreisgebiet zu wiederholen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und ein rücksichtsvolles Verhalten aller Verkehrsteilnehmer zu fördern.
