Razzia in NRW: Wie die neue GeKo Rhein Wupper Betrüger und illegale Machenschaften aufdeckt
Lara MeyerRazzia in NRW: Wie die neue GeKo Rhein Wupper Betrüger und illegale Machenschaften aufdeckt
Neue Welle der Kriminalitätsbekämpfung in Nordrhein-Westfalen: "GeKo Rhein Wupper" startet mit Razzia gegen Betrug und illegale Machenschaften
In Nordrhein-Westfalen hat mit dem Start der Initiative GeKo Rhein Wupper eine konzertierte Aktion gegen Kriminalität begonnen, die die Zusammenarbeit lokaler Behörden stärken soll. Vergangene Woche wurde in Wuppertal die Zentrale eröffnet – der Auftakt für abgestimmte Maßnahmen gegen Betrug und illegale Aktivitäten. Erste Einsätze förderten bereits Scheinwohnsitze und unerlaubte Bauvorhaben zutage.
Den ersten großen Schlag führte die Behörde in Langenfeld durch, wo Ermittler ein Netzwerk gefälschter Meldeadressen aufdeckten. Zwölf Scheinwohnsitze wurden im Stadtteil Reusrath ausgemacht, die allesamt auf EU-Bürger aus Osteuropa zurückgingen, die damit Einwanderungsregeln umgehen wollten. An einem dritten Standort vermuten die Beamten weitere falsche Anmeldungen, die darauf abzielen, rechtliche Hürden zu umschiffen.
Eine separate Untersuchung brachte illegale Bauarbeiten und nicht genehmigte Nutzungsänderungen von Immobilien ans Licht – Verstöße gegen das Wohnraumstärkungsgesetz. In einem Fall führte ein Verstoß gegen die Meldepflicht sogar zur Abmeldung eines Grundstücks in Richrath. Zudem gerieten sieben Personen in den Fokus der Ermittler, deren Aufenthaltsstatus unklar ist und bei denen Schwarzarbeit vermutet wird.
Die Ermittlungen deckten zudem ungewöhnliche Investitionsmuster in Langenfeld auf: Mehrere Personen hatten großzügige Immobilien erworben, die in keinem Verhältnis zu ihren angegebenen Einkünften standen. Verdächtig sind auch eine vorgetäuschte Vaterschaftsanerkennung sowie weitere nicht genehmigte Bauprojekte.
Die Initiative GeKo Rhein Wupper zeigt bereits Wirkung – sie hat betrügerische Wohnsitzkonstruktionen und illegale Wohnraum-Praktiken aufgedeckt. Mit der nun operativen Zentrale in Wuppertal wird das Programm künftig grenzüberschreitende Kriminalität durch engere Behördenskooperation bekämpfen. Weitere Untersuchungen zu fragwürdigen Grundstücksgeschäften und Beschäftigungsverhältnissen stehen bevor.
