Rechtsstreit um privaten Fußballplatz: Familie Salomon kämpft gegen Abriss
Lara MeyerRechtsstreit um privaten Fußballplatz: Familie Salomon kämpft gegen Abriss
Ein privater Fußballplatz, den die Familie Salomon in Telgte errichtet hat, steht nun im Mittelpunkt eines Rechtsstreits. Stadt und Kreisbehörden haben den Abriss angeordnet, da die Anlage ihrer Ansicht nach ohne die erforderlichen Genehmigungen gebaut wurde. Die Familie wehrt sich jedoch gegen die Anordnung und kämpft darum, den Platz für ihre Kinder zu erhalten.
Die Familie Salomon ließ in ihrem Garten einen 16 mal 8 Meter großen Fußballplatz mit zwei Toren, Netzen, Banden mit dem Logo von Borussia Dortmund und Flutlicht installieren. Ihre Kinder nutzen ihn regelmäßig in ihrer Freizeit. Doch vor dem Bau beantragte die Familie niemals eine Baugenehmigung.
Bald beschwerten sich Nachbarn über Lärmbelästigung durch den Platz. Die Stadt Telgte erklärte die Anlage daraufhin für rechtswidrig, da ein Fußballfeld in einem allgemeinen Wohngebiet ohne Bebauungsplan nicht zulässig sei. 2024 erließen die Behörden eine Abrissverfügung, gegen die die Familie nun klagt.
Der Rechtsstreit ist noch nicht entschieden. Das Verwaltungsgericht Münster hat noch kein endgültiges Urteil gefällt, während das Verwaltungsvollstreckungsverfahren weiterläuft. Sowohl die Stadt Telgte als auch der Kreis Warendorf haben offiziell Widerspruch gegen den Platz eingelegt. Die örtlichen Behörden empfahlen zudem, eine nachträgliche Genehmigung abzulehnen, und es wird erwartet, dass der Kreis den Einspruch der Familie zurückweist.
Die Familie Salomon hofft weiterhin auf einen Kompromiss, der es ihren Kindern ermöglichen würde, den Platz weiter zu nutzen. Bis auf Weiteres zieht sich das Verfahren hin – eine Lösung ist nicht in Sicht. Die endgültige Entscheidung wird zeigen, ob der Platz bleiben darf oder abgerissen werden muss.
