20 April 2026, 12:08

Rheinische Post übernimmt westfälische Zeitungen und wird Marktführer in NRW

Titelseite der deutschen Zeitung "Weitpreubliche Zeitung" vom 13. November 1939, die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung in einer feierlichen Umgebung zeigt.

Rheinische Post übernimmt westfälische Zeitungen und wird Marktführer in NRW

Die Rheinische Post will ihre Präsenz in Nordrhein-Westfalen ausbauen, indem sie mehrere westfälische Zeitungen übernimmt. Wie Anfang März bekannt gegeben wurde, wird der Deal die Zeitung zur größten Tageszeitungsgruppe der Region machen. Die Aufsichtsbehörden prüfen die Übernahme nun nach Kartellrecht.

Die Rheinische Post hatte Anfang März ihre Pläne bekannt gegeben, die westfälischen Zeitungen inklusive ihrer Digitalplattformen zu kaufen. Sollte der Deal abgeschlossen werden, würde der Verlag damit die führende Position bei der täglichen Auflage in Nordrhein-Westfalen einnehmen.

Das Bundeskartellamt untersucht die Fusion, hat dabei jedoch begrenzte Handlungsmöglichkeiten. Die Prüfung konzentriert sich ausschließlich auf mögliche Auswirkungen auf den Leser- und Werbemarkt. Rechtlich darf die Behörde keine Bewertung der Folgen für die journalistische Vielfalt oder die redaktionelle Unabhängigkeit vornehmen.

Diese Übernahme ist Teil eines größeren Branchentrends. Immer mehr Medienhäuser werden unter großen Konzernen zusammengefasst, wodurch die Zahl unabhängiger Verlage im Land sinkt.

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Nach der Finalisierung des Deals wird die Rheinische Post den Tageszeitungsmarkt in Nordrhein-Westfalen dominieren. Die Entscheidung des Kartellamts wird sich an wettbewerbsrechtlichen Aspekten orientieren, nicht an redaktionellen Bedenken. Die Entwicklung spiegelt die anhaltenden Veränderungen in der deutschen Medienlandschaft wider.

Quelle