Sabotage in Gelsenkirchen: Unbekannte legen Güterbahnstrecke lahm
Elias KellerSabotage in Gelsenkirchen: Unbekannte legen Güterbahnstrecke lahm
Gelsenkirchen: Güterbahnstrecke durch mutwillige Sabotage lahmgelegt
In dieser Woche wurde in Gelsenkirchen eine Güterzugstrecke vorsätzlich sabotiert. Unbekannte Täter stahlen 15 Meter Signalkabel von einem Bahnübergang an der Hüttweg-Kreuzung und verursachten damit erhebliche Behinderungen im Bahnverkehr. Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen des gefährlichen Vorfalls eingeleitet.
Die Tat ereignete sich zwischen dem 15. und 16. Februar; die Beschädigung wurde gegen 3 Uhr morgens entdeckt. Teile des durchtrennten Kabels lagen auf den Gleisen, wo sie später von einem vorbeifahrenden Zug durchschnitten wurden. Die Strecke musste umgehend für den Verkehr gesperrt werden, während die Reparaturarbeiten geplant wurden.
Die Bundespolizei sicherte Spuren am Tatort und setzte einen Hubschrauber zur Unterstützung der Fahndung ein. Die Behörden stufen den Fall als schweren Diebstahl, Sachbeschädigung und Störung öffentlicher Betriebe ein. Der entstandene Schaden wird auf etwa 50.000 Euro geschätzt.
Behörden warnen eindringlich vor den lebensgefährlichen Risiken, die mit Manipulationen an der Bahninfrastruktur verbunden sind. Stromführende Bauteile und die 15.000-Volt-Oberleitungen bergen extreme Gefahren für jeden in Gleisnähe. Dennoch gab es in den vergangenen zwei Jahren in Deutschland keine weiteren dokumentierten Fälle von Signal-Sabotage.
Die Öffentlichkeit wird aufgefordert, Hinweise zum Vorfall oder mögliche Verdächtige zu melden. Zeugen können sich kostenlos unter der Rufnummer 0800 6 888 000 oder 0231 562247-0 an die Bundespolizei wenden. Die Ermittlungen dauern an, während die Behörden nach den Verantwortlichen fahnden.
