Schweinehalter hetzen gegen Januar-Fristen für Meldungen und Fördergelder
Elias KellerSchweinehalter hetzen gegen Januar-Fristen für Meldungen und Fördergelder
Schweinehalter in ganz Deutschland stehen zu Jahresbeginn vor einem straffen Zeitplan mit mehreren Meldefristen. Wichtige Abgaben zu Bestandsmeldungen, Biosicherheit und Subventionsprüfungen müssen bis Mitte Januar erledigt sein. Wer diese Termine verpasst, riskiert den Ausschluss von Förderprogrammen wie der Initiative Tierwohl (ITW).
Den Auftakt der jährlichen Meldeflut bildete die Antibiotika-Datenbank (TAM), in der Landwirte bis zum 14. Januar die Produktionsarten und Tierbestände für die zweite Jahreshälfte 2025 angeben müssen. Die Meldefrist begann am 1. Januar. Seit 2023 gilt diese Pflicht sowohl für Mastschweine als auch für Sauen mitferkelnden Ferkeln.
Zudem müssen die Betriebe bis zum 15. Januar ihre jährliche Bestandsmeldung an HI-Tier übermitteln – mit Stichtag 1. Januar. Dieser Termin ist besonders für Teilnehmer der Initiative Tierwohl entscheidend, da die Frist über die Förderfähigkeit entscheidet. Darüber hinaus sind Stallklima- und Trinkwasseranalysen erforderlich, um die technische Ausstattung und die Wasserqualität zu überprüfen.
Ein weiterer Schwerpunkt in diesem Jahr ist die Biosicherheit. Ab dem 1. Januar verlangt das QS-Qualitätssicherungssystem von allen Landwirten eine individuelle Risikobewertung. Parallel gelten länderspezifische Fristen für Meldungen an den Tierseuchenfonds. In Baden-Württemberg endet die Meldefrist beispielsweise am 17. Januar – bezogen auf die Bestände vom 1. Januar 2023. Die Meldeschwellen variieren: 250 Tiere bei Ferkelaufzucht und Mastschweinen, 85 bei Zuchtsauen oder Sauen mit Saugferkeln.
Ab 2026 wird die TAM-Meldung auf einen jährlichen Turnus umgestellt, wobei die Daten jeweils bis zum 14. Januar vorliegen müssen.
Die Landwirte müssen nun zügig handeln, da einige Meldungen direkt mit finanziellen Zuwendungen verknüpft sind. Die Änderungen bei der TAM-Berichterstattung und den Biosicherheitsvorgaben erhöhen den Aufwand in einer ohnehin hektischen Phase. Wer Fristen versäumt, riskiert Strafen oder den Verlust von Subventionen.
