Sicherheitslücke legt geheime Atommüll-Routen für Castor-Transport offen
Marie KrügerSicherheitslücke legt geheime Atommüll-Routen für Castor-Transport offen
Ein schwerwiegender Sicherheitsfehler hat die geplanten Transportrouten für einen bevorstehenden Atommülltransport in Deutschland offenbart. Die Details waren kurzzeitig online veröffentlicht worden, bevor sie wieder entfernt wurden. Die Behörden haben bisher nicht erklärt, wie es zu dem Fehler kommen konnte.
Bei dem Transport handelt es sich um Brennelemente aus einem stillgelegten Forschungsreaktor, die in ein Zwischenlager nach Ahaus gebracht werden sollen. Solche Transporte gelten als hochriskant und sind häufig Ziel von Protesten oder terroristischen Bedrohungen.
Am Mittwochabend wurden die genauen Routen für den Transport der Castor-Behälter auf der Digitalen Plattform für unbemannte Luftfahrt (dipul.de) des Bundesverkehrsministeriums veröffentlicht. Die Informationen umfassten eine Drohnenflugverbotszone entlang von Autobahnen in Nordrhein-Westfalen, die sich von Jülich bis Ahaus erstreckt. Diese Zone war für den Zeitraum vom 20. bis 27. März 2026 ausgewiesen.
Bis Donnerstag waren die Angaben bereits wieder gelöscht worden. Normalerweise unterliegen solche Routen der Geheimhaltung, um Sicherheitsrisiken zu vermeiden. Der Vorfall wirft Fragen auf, da es bisher keine Erklärung für das Datenleck gibt.
Die Sicherheitsvorkehrungen für den Transport sollen extrem streng sein. Bis zu 4.500 Polizeibeamte werden den Konvoi begleiten, zudem sind Strahlenschutzmaßnahmen vorgesehen. Die Castor-Behälter und ihre Abschirmung entsprechen zwar höchsten Sicherheitsstandards, doch die versehentliche Veröffentlichung der Routen hat zusätzliche Unsicherheit in die Planung gebracht.
Die betroffenen Daten wurden inzwischen offline genommen, doch der Fehler zeigt Schwachstellen im Umgang mit sensiblen Informationen auf. Der Transport bleibt für 2026 geplant, wobei die Behörden umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen vorbereiten. Weitere Details zu früheren Vorsichtsmaßnahmen liegen nicht vor, da es sich offenbar um eine neu geplante Aktion handelt.






