Solingen droht der wirtschaftliche Kollaps durch akuten Gewerbeflächenmangel
Elias KellerSolingen droht der wirtschaftliche Kollaps durch akuten Gewerbeflächenmangel
Solingen steht vor wachsendem Gewerbeflächenmangel – Wirtschaftskraft in Gefahr
Die Stadt Solingen kämpft mit einem immer größer werdenden Mangel an Gewerbeflächen, der die wirtschaftliche Stabilität bedroht. Bereits jetzt fehlen 32 Hektar, um den eigenen Bedarf zu decken – und eine geplante Umwidmung des Geländes Buschfeld könnte die Lage weiter verschärfen. Lokale Politiker warnen vor den Folgen für Unternehmen und die städtischen Finanzen.
Laut der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt soll ab 2030 auf die Bebauung unversiegelter Flächen verzichtet werden. Im Rahmen dieses Plans würde das Buschfeld-Gelände aus dem Flächennutzungsplan gestrichen und in Grünflächen sowie Ackerland umgewandelt. Dadurch würde sich das Defizit an Gewerbeflächen um weitere 17 Hektar erhöhen.
Falls die Umwandlung ohne Ersatzflächen erfolgt, würde der Gesamtmangel auf 49 Hektar anwachsen. Der FDP-Stadtrat Weindl argumentiert, dass eine Entwidmung des Buschfelds ohne Ausgleich die Fähigkeit Solingens beeinträchtigen würde, neue Unternehmen anzusiedeln und bestehende Arbeitsplätze zu sichern. Die Gewerbesteuereinnahmen sind für die hochverschuldete Stadt eine entscheidende Einnahmequelle.
Fraktionschef Jürgen Albermann (FDP) kritisiert die Stadtverwaltung dafür, zu stark auf Bundes- und Landesmittel angewiesen zu sein. Diese Abhängigkeit habe die finanzielle Situation der Stadt nicht ausreichend verbessert. Zudem lehnt die FDP die Alleinentscheidung von Bürgermeisterstellvertreter Budde zur Buschfeld-Frage ab und fordert eine Begründung sowie eine Rücknahme des Beschlusses.
Die FDP besteht darauf, die Entscheidung rückgängig zu machen, um weitere wirtschaftliche Belastungen zu vermeiden. Ohne Gegenmaßnahmen werde sich der Gewerbeflächenmangel in Solingen weiter verschärfen – mit Risiken für Arbeitsplätze und die künftige Entwicklung. Die Partei warnt, dass der aktuelle Kurs die finanzielle Erholung der Stadt untergraben könnte.
