25 February 2026, 06:13

Solingen trauert um Jochen Müller-Stöver – ein Leben für die Stadt und ihre Menschen

'Sozialdemokratische Partei Deutschlands' in fetter schwarzer Schrift, mittig auf einem weißen Hintergrund mit einem dünnen schwarzen Rand.

Solingen trauert um Jochen Müller-Stöver – ein Leben für die Stadt und ihre Menschen

Jochen Müller-Stöver, langjähriger SPD-Politiker und ehemaliger Bezirksbürgermeister von Wald, ist tot. Der über sechs Jahrzehnte hinweg prägende Gestalter der Solinger Lokalpolitik und des Gemeinschaftslebens war für sein tiefes Engagement für die Stadt bekannt. Kollegen und Bürger erinnerten sich an ihn als unermüdlichen Fürsprecher für die Entwicklung der Region.

Seine politische Laufbahn begann Müller-Stöver am 1. Januar 1963 mit dem Eintritt in die SPD. Im Laufe der Jahre stieg er innerhalb der Partei auf, wirkte als Stadtrat und Bezirksvertreter. Sein Einsatz für sozialdemokratische Werte verschaffte ihm über die Parteigrenzen hinweg Anerkennung in ganz Solingen.

15 Jahre lang führte er den Stadtteil Wald als Bezirksvorsitzender – eine Position, die später in Bezirksbürgermeister umbenannt wurde. In dieser Zeit machte er sich durch seine praxisnahe und engagierte Art einen Namen. Er trieb wichtige Rettungs- und Sanierungsprojekte voran, darunter die Renovierung der evangelischen Kirche und die Wiederbelebung des Ittertaler Freibads. Viele Bürger sahen in ihm nicht nur einen Funktionär, sondern einen Nachbarn, der den Gemeinschaftsgeist wirklich lebte.

Doch Müller-Stövers Wirken beschränkte sich nicht auf die lokale Infrastruktur. Besonders prägend war sein Engagement im Bildungsbereich: Seine Arbeit an der Friedrich-Albert-Lange-Gesamtschule beeinflusste deren Entwicklung maßgeblich, auch wenn Details über den Schwerpunkt der dortigen Sportakademie oder seine konkreten Beiträge nicht vollständig dokumentiert sind. Zudem leitete er den Aufsichtsrat des Solinger Städtischen Klinikums, wo er sich vor allem für die Konsolidierung der Finanzen und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen einsetzte.

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Nach seinem Tod hagelte es Würdigungen. Ernst Lauterjung, Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat, nannte ihn den "Inbegriff des selbstbewussten und engagierten Walds". Auch Daniel Weber, aktueller Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Solingen, ehrte sein Vermächtnis als prägende Persönlichkeit der Parteigeschichte.

Müller-Stövers Tod hinterlässt eine Lücke in der politischen und gesellschaftlichen Landschaft Solingens. Seine jahrzehntelange Arbeit – von lokalen Projekten über Bildung bis hin zum Gesundheitswesen – steht für ein Wirken, das von Tatkraft und Hingabe geprägt war. Die Stadt wird ihn als einen Führer in Erinnerung behalten, der Wald nicht nur vertrat, sondern für seine Menschen lebte.