Solingen wird zum Geheimtipp: Immobilienboom lockt Zuzügler aus Köln und Düsseldorf
Marie KrügerSolingen wird zum Geheimtipp: Immobilienboom lockt Zuzügler aus Köln und Düsseldorf
Solingens Immobilienmarkt verzeichnet 2025 einen deutlichen Aufschwung
Der Immobilienmarkt in Solingen hat im Jahr 2025 einen starken Anstieg der Aktivität erlebt. Das Gesamtumsatzvolumen kletterte um 26 Prozent auf rund 423,5 Millionen Euro. Immer mehr Käufer entdecken die Stadt für sich, da benachbarte Regionen wie Köln und Düsseldorf für viele zu teuer werden.
Die Zahl der Grundstücks- und Immobilienkäufe in Solingen stieg im vergangenen Jahr um etwa 9,5 Prozent – insgesamt wurden 1.196 Verträge unterzeichnet. Ein beträchtlicher Anteil von rund 30 Prozent der Käufer kam dabei von außerhalb, oft als Zuzügler aus den teureren Nachbarstädten. Gleichzeitig stieg der Wohnpreisindex auf 213,7 Punkte – mehr als das Doppelte des Werts von 2005.
Der Umsatz mit Gewerbeimmobilien verdoppelte sich nahezu und erreichte 42,3 Millionen Euro. Neubauprojekte verzögerten sich jedoch, was die Nachfrage nach Bestandsimmobilien weiter anheizte. Besonders die Preise für Eigentumswohnungen zogen spürbar an, während die Kosten für Wohnbauland mit etwa 370 Euro pro Quadratmeter stabil blieben.
Der Markt für traditionelle bergische Fachwerkhäuser blieb ein Nischensegment – 2025 wurden nur 26 dieser Objekte verkauft. Im Vergleich zu modernen Neubauten bieten sie jedoch nach wie vor eine günstigere Alternative.
Solingens Immobiliensektor wächst durch höhere Verkaufszahlen und den Zuzug von Käufern aus teureren Städten. Bei stabilen Grundstückspreisen und steigender Nachfrage nach Bestandswohnraum entwickelt sich die Stadt zunehmend zu einer attraktiven Option für alle, die sich die angrenzenden Großstädte nicht mehr leisten können.






