Solingens Grünen fordern Stadtring für mehr Verkehrssicherheit und bessere Busanbindungen
Lara MeyerSolingens Grünen fordern Stadtring für mehr Verkehrssicherheit und bessere Busanbindungen
Die Grünen in Solingen drängen auf den Ohligs-Stadtring, um Verkehrssicherheit und Busanbindungen zu verbessern
Das Projekt wird seit den frühen 2000er-Jahren diskutiert, doch Bürger:innen und Politiker:innen sind nach wie vor uneins über dessen Nutzen. Aktuelle Gespräche deuten nun auf vorsichtige Unterstützung für Pilotprojekte hin – statt einer vollständigen Umsetzung.
Rund um die Rennpatt herrscht derzeit starker Autoverkehr. Parkende Fahrzeuge versperren die Sicht, und auf den engen Straßen kommt es häufig zu Konflikten zwischen Fahrenden. Die Grünen betonen, dass es nicht nur um Parkplätze gehe, sondern um sichere Wege und bessere Verkehrsanbindungen für alle.
Der Stadtring soll den Verkehrsfluss optimieren und klarere Straßenführungen schaffen. Zudem sind barrierefreie Bushaltestellen geplant, um Menschen mit Mobilitätseinschränkungen den Alltag zu erleichtern. Das Vorhaben passt zum beschlossenen Nahverkehrsplan Solingens, der die Erreichbarkeit im gesamten Stadtbezirk stärken soll.
Auch der ÖPNV würde von den Plänen profitieren: Busse im Stadtzentrum kämen schneller voran, und neue Direktverbindungen zum Hauptbahnhof würden bisher schlecht angebundene Gebiete erschließen. Die Grünen schlagen vor, die Parkraumnachfrage durch Anwohnerparkausweise oder Zeitbegrenzungen zu steuern – und verweisen darauf, dass nahegelegene Parkhäuser oft leerstehen.
Ähnliche Ringstraßen-Konzepte waren in anderen Stadtteilen bereits an der Befürchtung gescheitert, der Verkehr könnte in Wohngebiete verlagert werden. Einige Nachbarbezirke haben jedoch abgewandelte Verkehrsmodelle eingeführt. Die jüngsten politischen Beratungen (2024–2025) zeigen ein wachsendes, aber noch zurückhaltendes Interesse an Teilaspekten des Plans.
Ob der Stadtring Realität wird, hängt von den anstehenden politischen Entscheidungen und der lokalen Unterstützung ab. Bei einer Umsetzung könnte er die Mobilität in Ohligs grundlegend verbessern – besonders für diejenigen, die heute mit den schwierigen Verkehrsverhältnissen kämpfen. Die Grünen sehen darin einen pragmatischen Ansatz, um langjährige Lücken in der Verkehrsplanung zu schließen.