Solinger Geldtransporter-Raub: Prozess gegen mutmaßliche Insider beginnt nach sechs Jahren
Marie KrügerSolinger Geldtransporter-Raub: Prozess gegen mutmaßliche Insider beginnt nach sechs Jahren
Am 19. Februar beginnt vor dem Landgericht Wuppertal der Prozess zu einem bewaffneten Überfall aus dem Jahr 2019 in Solingen. Im Mittelpunkt steht ein Angriff auf einen Geldtransport, bei dem rund 526.000 Euro erbeutet wurden. Mehrere Beschuldigte, darunter Mitarbeiter des betroffenen Sicherheitsunternehmens, müssen sich vor Gericht verantworten.
Der Raub ereignete sich im Januar 2019 in einer Filiale der Sparkasse an der Fronhofstraße. Eine Gruppe von Tätern überfiel Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma, als diese Geldautomaten auffüllten. Ein Angestellter wurde gefesselt, die Angreifer erbeuteten Geldkassetten und flohen mit der Beute.
Die Ermittler fanden später heraus, dass einige der Räuber vermutlich Insider desselben Sicherheitsunternehmens waren. Um ihre Spuren zu verwischen, sollen sie einen ihrer eigenen Komplizen gefesselt haben, um den Überfall wie einen externen Coup erscheinen zu lassen. Die Behörden konnten einen Teil der Beute – 344.100 Euro – in einer Dortmunder Wohnung sichern.
Während einige Angeklagte bereits verurteilt wurden, befasst sich der anstehende Prozess mit den verbleibenden Beschuldigten. Alle Beteiligten gelten bis zu einem rechtskräftigen Urteil als unschuldig.
Der Prozess beginnt mehr als sechs Jahre nach der Tat. Das Gericht wird die Rolle der übrigen Verdächtigen prüfen, darunter die Frage, ob sie an der Planung oder Durchführung des Überfalls beteiligt waren. Über frühere Verurteilungen oder Strafen wurden keine Details bekannt.
