26 January 2026, 20:15

SPD plant radikale Schulreform in NRW: Nur noch Gymnasium und Gesamtschule ab 2027

Ein altes Buch zeigt einen detaillierten Grundriss des Kaiser-Friedrichs-Gymnasiums in Frankfurt, Deutschland, mit Text, der das Layout der Räume und Flure beschreibt.

Ott will das NRW-Schulsystem radikal umkrempeln - SPD plant radikale Schulreform in NRW: Nur noch Gymnasium und Gesamtschule ab 2027

Die SPD in Nordrhein-Westfalen (NRW) hat eine grundlegende Reform des Landesschulsystems vorgeschlagen. Sollte die Partei 2027 die Wahl gewinnen, plant sie, die bisherige mehrgliedrige Schulstruktur durch nur noch zwei Schulformen zu ersetzen: Gymnasium und Gesamtschule. Spitzenkandidat Jochen Ott kritisiert, das bestehende System sei übermäßig kompliziert und benachteile zu viele Schülerinnen und Schüler.

Aktuell gibt es in NRW ein Gemisch aus Hauptschulen, Realschulen, Sekundarschulen, Berufskollegs sowie Modellversuche wie Gemeinschaftsschulen und Primus-Schulen. Ott argumentiert, diese Vielfalt führe zu Verwirrung und sorge oft dafür, dass Schülerinnen und Schüler auf niedrigeren Schulformen landen. Er verwies darauf, dass derzeit jeder fünfte Absolvent die Schule ohne die für eine Berufsausbildung notwendigen Qualifikationen verlässt.

Die geplante Reform soll das System bis 2032 – dem Ende der nächsten Legislaturperiode – vereinfachen. Ott betonte jedoch, dass laufende Bildungsgänge für bereits eingeschulte Kinder nicht unterbrochen würden. Zudem kündigte die SPD an, die Reform zentral zu steuern und nicht den Kommunen zu überlassen.

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Neben der strukturellen Umgestaltung skizzierte Ott weitere Vorhaben für den Fall eines Wahlsiegs. Eine zentrale Maßnahme wären 'handyfreie Vormittage' an Schulen, um Kindern mehr Raum für analoges Lernen und soziale Interaktion zu geben.

Die Reform würde einen deutlichen Kurswechsel in der nordrhein-westfälischen Bildungspolitik bedeuten, indem sie mehrere Schulformen in zwei zusammenführt. Ziel des SPD-Plans ist es, die Verwirrung zu verringern und die Bildungschancen der Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Die Umsetzung soll nach der Wahl 2027 beginnen und bis 2032 abgeschlossen sein.