20 June 2026, 12:06

SPD-Politiker fordert: Ruhestandsalter für Feuerwehrleute bei 60 Jahren belassen

Ingo Schäfer (SPD): Erhöhung des Alterslimits für Feuerwehrleute in NRW ist der falsche Weg

SPD-Politiker fordert: Ruhestandsalter für Feuerwehrleute bei 60 Jahren belassen

SPD-Abgeordneter Ingo Schäfer hat die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen aufgefordert, die Pläne zur Anhebung des Ruhestandsalters für Feuerwehrleute zu überdenken. In einem am Donnerstag verschickten Schreiben sprach er sich dafür aus, die bisherige Altersgrenze von 60 Jahren beizubehalten. Schäfer verwies dabei auf die körperlichen Belastungen des Berufs und die langjährige Dienstzeit vieler Einsatzkräfte.

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Sein Schreiben richtete er an Ministerpräsident Hendrik Wüst, stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur sowie Innenminister Herbert Reul. Darin lud er die Politiker ein, Städte wie Remscheid, Solingen oder Wuppertal zu besuchen, um sich vor Ort ein Bild von den Herausforderungen der Feuerwehrleute zu machen. Der Abgeordnete betonte, dass die meisten von ihnen zum Zeitpunkt ihres 60. Lebensjahres bereits 35 Jahre oder länger im Dienst stehen.

Als Beispiele nannte Schäfer andere Bundesländer: Baden-Württemberg hatte kürzlich die Altersgrenze wieder auf 60 Jahre gesenkt, während Rheinland-Pfalz das Ruhestandsalter für nicht im Einsatzdienst tätige Feuerwehrleute und Leitstellenmitarbeiter reduziert habe. Zudem riet er der Landesregierung, Überstundenaufzeichnungen und unbesetzte Stellen zu prüfen, um die aktuelle Belastung der Belegschaft besser zu verstehen.

Als Mitglied des Innenausschusses des Bundestags ist Schäfer unter anderem für den Zivilschutz und das Dienstrecht zuständig. Er hob die körperlich extrem anspruchsvolle Natur des Feuerwehrberufs hervor – einschließlich der Aufgaben im Rettungsdienst – und nannte dies als zentrale Gründe, die Altersgrenze bei 60 Jahren zu belassen.

Die Landesregierung plant, das Ruhestandsalter für Feuerwehrleute auf 61 Jahre anzuheben. Schäfer widersprach diesem Vorhaben in seinem Schreiben mit Verweis auf den Schutz der Gesundheit langjähriger Mitarbeiter. Sein Appell umfasst auch eine genauere Untersuchung der bestehenden Arbeitsbelastung und des Personalmangels.

Quelle