30 January 2026, 04:24

SPD Rhein-Berg schlägt Alarm: Demokratie in Gefahr durch schleichende Normalisierung der Rechten

Eine Grußkarte mit dem Text "Frohes neues Jahr 2016" umgeben von bunten Lichtern auf einem weißen Hintergrund.

SPD Rhein-Berg schlägt Alarm: Demokratie in Gefahr durch schleichende Normalisierung der Rechten

SPD Rhein-Berg warnt bei Neujahrsempfang: Demokratie braucht aktiven Schutz

Der SPD-Kreisverband Rhein-Berg hat bei seinem Neujahrsempfang eine klare Botschaft gesendet: Demokratie müsse verteidigt und gestärkt werden. Redner warnten vor der zunehmenden Normalisierung rechtsextremer Strömungen und riefen zu Geschlossenheit und aktivem Widerstand auf. Auch der Poetry-Slam-Künstler Luca Swieter trat auf und appellierte angesichts wachsender Bedrohungen an die kritische Urteilsfähigkeit der Zuhörer.

Im Verlauf der Veranstaltung betonte der SPD-Politiker Lindh die Gefahren einer gesellschaftlichen Akzeptanz rechtsextremer Ideologien. Verachtung für die Menschenwürde, Rassismus und gezielte Lügen verbreiteten sich ungehindert, so Lindh. In seiner Rede übt er scharfe Kritik an der AfD, der er vorwirft, gezielt Desinformation zu streuen, Netzwerke mit demokratiefeindlichen Kräften aufzubauen und Sympathien für autoritäre Regime zu zeigen.

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Lindh wies zudem den Gedanken zurück, Patriotismus dürfe Vielfalt oder Solidarität ausschließen. Rechtsextreme Akteure missbrauchten den Begriff für ihre Zwecke, warnte er. Sein mittlerweile bekannt gewordener Satz "Es ist nicht das Normale, das extrem wird – es ist das Extreme, das normal wird" unterstrich die Dringlichkeit der Lage.

Ein Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Luca Swieter, dessen Poetry-Slam vereinfachte Reaktionen auf demokratische Krisen hinterfragte. Seine Texte stärkten den Aufruf zu Mut, Zusammenhalt und eigenständigem Denken im Kampf für demokratische Werte. Der SPD-Kreisverband Rhein-Berg griff diese Themen in einer späteren Stellungnahme auf und betonte, die Auseinandersetzung mit der AfD sei eine Frage des Prinzips – nicht der politischen Opportunität.

Lindh schloss mit der Forderung, Demokratie brauche mehr als passive Verteidigung – sie müsse aktiv vorangebracht werden. Sein Appell traf bei den Gästen auf offene Ohren, die die Veranstaltung mit einem gestärkten Verantwortungsbewusstsein verließen.

Der Empfang endete mit einer bekräftigten Verpflichtung zu Verfassungs patriotismus und einer offenen, vielfältigen Gesellschaft. Die Warnungen des SPD-Kreisverbands vor einer schleichenden Normalisierung rechtsextremer Positionen wurden mit konkreten Aufrufen zu Wachsamkeit verbunden. Die Organisatoren betonten, der Schutz der Demokratie verlange dauerhaftes Engagement – und nicht nur punktuellen Widerstand.