Stögers Traumtor beendet Gladbachs Torflaute gegen St. Pauli
Kevin Stöger sorgte mit einem glanzvollen Moment für den 2:0-Sieg von Borussia Mönchengladbach gegen den FC St. Pauli. Sein spektakuläres Freistoßtor markierte nicht nur seinen 200. Bundesliga-Auftritt, sondern auch seinen ersten Saisontreffer. Der Erfolg war ein seltener Lichtblick in einer ansonsten enttäuschenden Spielzeit für den Mittelfeldspieler.
Stögers Tor gelang ihm mit einem präzise platzierten Freistoß, den St.-Pauli-Trainer Alexander Blessin als "absolut wunderschön" bezeichnete. Es war sein erster direkter Freistoßtreffer für Gladbach seit Dezember 2020. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten im Training – wo seine Freistöße oft danebenging – hatte er intensiv mit Co-Trainer Guido Streichsbier an seiner Technik gearbeitet.
Zu Saisonbeginn war der Österreicher für träge Auftritte und ungenaue Pässe kritisiert worden. Dennoch lobte Gladbachs Sportdirektor Rouven Schröder seinen Einsatz und seine Arbeitsmoral, die ihm schließlich einen Platz in der Startelf einbrachten. Abseits des Platzes betonte Stöger, wie wichtig ihm das Unterstützungsumfeld sei, um sich voll auf den Fußball konzentrieren zu können.
Seit jenem entscheidenden Freistoß in der Saison 2023/24 fällt dem 31-Jährigen das Tore schießen jedoch schwer. In der aktuellen Bundesliga-Spielzeit 2025/26 blieb er in zwölf Einsätzen ohne Torbeteiligung – bei einer Mannschaftsausbeute von durchschnittlich 2,67 Punkten pro Spiel. Zuletzt kam er meist als Einwechselspieler zum Zug, etwa in der 83. Minute gegen Freiburg, oder stand wie gegen St. Pauli in der Startelf, wo er endlich seine Torflaute beendete.
Sein Treffer gegen die Hamburger bleibt Stögers einziger Saisontreffer. Zwar sind seine Leistungen weiterhin unbeständig, doch der Freistoß bewies einmal mehr, dass er Spiele in entscheidenden Momenten prägen kann. Für Gladbach kommt es nun darauf an, dass dieses Tor seinem Selbstvertrauen neuen Auftrieb verleiht – in einer Phase, in der die Mannschaft in der Liga bessere Ergebnisse anstrebt.