Streit um Ohligser Kreisverkehr: Bürgerproteste gegen Umgestaltungspläne
Elias KellerStreit um Ohligser Kreisverkehr: Bürgerproteste gegen Umgestaltungspläne
In Solingen ist ein Streit über die geplante Umgestaltung des doppelten Kreisverkehrs in Ohligs entbrannt. Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) hat sich öffentlich gegen die Pläne ausgesprochen, während andere Parteien im Bezirksrat sie unterstützen. Die Spannungen verschärften sich, nachdem der Ohligser Werbegemeinschaft (OWG) die Wortmeldung in einer Ratssitzung verweigert wurde.
Die BfS argumentiert, dass die aktuelle Planung zentrale Anliegen der Bürgerinnen und Bürger ignoriert. Sie wirft den Plänen vor, das Potenzial für „mobile Begrünung“ auf einer wasserdurchlässigen Fläche außer Acht zu lassen. Zudem warnt die Gruppe, dass die Änderungen eine wichtige Attraktion für das Ohligser Dorffest beseitigen würden.
Während der Bezirksratssitzung beantragte die BfS, der OWG die Möglichkeit zu geben, ihre Position darzulegen. Der Antrag wurde jedoch abgelehnt, und die Sitzung wurde nicht unterbrochen, um die Sichtweise der Gruppe anzuhören. Diese Entscheidung wird als Zeichen für einen Wandel im Umgang der politischen Parteien mit lokalen Organisationen im Stadtteil Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid gewertet.
Trotz der Einwände der BfS haben andere Ratsmitglieder die Umgestaltung bereits befürwortet. Die Partei betont, dass die Bedenken der Anwohner berechtigt seien und Gehör verdienten.
Die Weigerung, der OWG das Wort zu erteilen, hat die wachsenden Spannungen zwischen lokalen Vertretern und Bürgerinitiativen weiter zugespitzt. Die aktuellen Pläne für den Kreisverkehr bleiben zwar auf Kurs, doch die Debatte über ihre Auswirkungen hält an. Die BfS besteht darauf, dass alternative Lösungen wie die mobile Begrünung weiterhin geprüft werden sollten.






