Streit um Schrodtberg: Ökologie vs. Gewerbezone in Solingen eskaliert
Elias KellerStreit um Schrodtberg: Ökologie vs. Gewerbezone in Solingen eskaliert
Die Pläne, den Schrodtberg in Solingen in eine Gewerbezone umzuwandeln, haben einen Streit zwischen lokalen Politikern und Anwohnern entfacht. Das von der SPD unterstützte Projekt, das Ende Januar 2026 gestartet wurde, soll das Wirtschaftswachstum ankurbeln – doch die Grünen und eine neu gegründete Bürgerinitiative leisten Widerstand. Sie argumentieren, dass der ökologische Wert des Gebiets als Grünzug-Biotop erhalten bleiben müsse.
Die Grünen fordern, den Schrodtberg gemeinsam mit zwei weiteren Solinger Flächen – dem Piepersberg West und Fürkeltrath II in Gräfrath – als Geschützte Landschaft auszuweisen. Ihr Masterplan für Arbeit und Wirtschaft hatte den Bürgern ursprünglich versichert, dass nur das ehemalige Sportfeld für gewerbliche Zwecke erschlossen werde. Nun bestehen sie darauf, dass die Stadt stattdessen brachliegende Gewerbeflächen reaktivieren solle, anstatt ökologisch sensible Zonen zu bebauen.
Der Widerstand gegen das Vorhaben wuchs Anfang Januar 2026, als sich eine Bürgerinitiative gründete, um die Pläne anzufechten. Mit Klagen von Anwohnern ist zu rechnen, die das Bauvorhaben verzögern oder sogar blockieren könnten. Zudem erschweren das steile Gelände des Schrodtbergs die Bebauung und treiben die Kosten in die Höhe.
Die Grünen betonen, dass der Schrodtberg als Biotop innerhalb des Solinger Grünzugs eine zentrale Rolle spiele. Sie fordern Stadtrat und Verwaltung auf, Natur- und Klimaschutz bei allen städtebaulichen Entscheidungen vorrangig zu behandeln.
Die Zukunft des Schrodtbergs bleibt ungewiss, während der politische und öffentliche Druck wächst. Sollte das Gebiet den Status einer Geschützten Landschaft erhalten, wäre eine industrielle Erschließung ausgeschlossen. Vorerst werden rechtliche Auseinandersetzungen und ökologische Bedenken die weiteren Schritte prägen.
