02 April 2026, 00:31

Tanzproteste in NRW: One Billion Rising kämpft gegen Gewalt an Frauen

Eine Gruppe von Frauen in bunten Kleidern, die auf der Straße tanzen, umgeben von einer Menge Menschen, mit Gebäuden, Geländern, Balkonen, Fahnen, einem Laternenpfahl und einer Tafel mit Schrift im Hintergrund.

Tanz-Aktionen in Städten - Zeichen gegen Gewalt an Frauen - Tanzproteste in NRW: One Billion Rising kämpft gegen Gewalt an Frauen

Städte in Nordrhein-Westfalen bereiten sich auf Tanzproteste im Rahmen der One Billion Rising-Kampagne vor

In Duisburg, Detmold und rund 30 weiteren Orten in Nordrhein-Westfalen finden in den kommenden Tagen Tanzdemonstrationen statt, mit denen im Rahmen der globalen One Billion Rising-Initiative auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht werden soll. Durch kreativen Widerstand setzen die Aktivistinnen und Aktivisten ein Zeichen – und betonen, dass physische Präsenz auch im Zeitalter digitaler Kampagnen unverzichtbar bleibt.

Die Bewegung One Billion Rising wurde 2012 von der US-amerikanischen Künstlerin und Feministin Eve Ensler ins Leben gerufen. Ihr Ziel: Gewalt gegen Frauen und Mädchen durch kollektive Tanzproteste sichtbar zu machen – als Symbol für Widerstand und Solidarität. Mittlerweile hat sich die Kampagne zu einer weltweiten Kraft entwickelt und Millionen Menschen in über 200 Ländern und Territorien mobilisiert.

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Besonders in Asien und Afrika hat die Initiative Fuß gefasst. Metropolen wie Mumbai, Neu-Delhi, Jakarta, Nairobi und Manila sind zu zentralen Schauplätzen des Kampfes gegen geschlechtsspezifische Gewalt geworden. Doch auch jenseits dieser Regionen wächst die Unterstützung.

In diesem Jahr ruft One Billion Rising dazu auf, eigene Tanzvideos zur Hymne Women on Fire aufzunehmen. Die Clips sollen zu einer globalen Videocollage zusammengeschnitten werden – eine Verbindung aus digitalem Aktivismus und Straßenprotest. Trotz der Bedeutung sozialer Medien für die Mobilisierung pochen die Organisatorinnen darauf, öffentliche Räume zurückzuerobern, um ihre Forderung sichtbar zu machen.

In Deutschland liegt der Fokus auf lokalen Aktionen. Duisburg und Detmold werden Demonstrationen in ihren Innenstädten veranstalten und sich damit in eine Welle koordinierter Proteste im gesamten Bundesland einreihen.

Die Kampagne erinnert an eine erschütternde Realität: Weltweit erleben Milliarden Frauen in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt. Durch die Kombination aus Tanz, digitaler Teilhabe und öffentlichen Kundgebungen hält One Billion Rising das Thema in der globalen Debatte präsent. Die diesjährigen Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus werden erneut Gemeinschaften im Protest und in der Solidarität zusammenbringen.

AKTUALISIERUNG

One Billion Rising Events in Germany: Thousands Dance Against Violence in 150 Locations

The nationwide One Billion Rising protests confirmed to have taken place on 14 February 2026, with 150 German cities participating. Key developments include:

  • 30 locations in Nordrhein-Westfalen saw coordinated dance actions, including Duisburg's iconic "Wir sagen Nein! zu Gewalt gegen Frauen" poster.
  • Siegburg adapted its message to "Nein heißt Nein! Auch im Karneval!" to align with local Carnival traditions.
  • Over 150,000 participants nationwide joined the global campaign, marking a record turnout for the annual Valentine's Day event.