23 February 2026, 14:24

"Tatort" schlägt Olympia: Wer gewann den Quoten-Sonntag wirklich?

Das Olympiastadion in Berlin, Deutschland, mit dem Fernsehturm im Hintergrund, umgeben von Bäumen, Gebäuden und Lichtern unter einem bewölkten Himmel.

"Tatort" setzt sich gegen Olympia und Dschungel durch - "Tatort" schlägt Olympia: Wer gewann den Quoten-Sonntag wirklich?

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Die Abschlussfeier der Winterspiele von Mailand-Cortina lockte zwar 1 millionen vor die Bildschirme, blieb aber hinter früheren Veranstaltungen zurück. Unterdessen dominierte ein langjähriges Krimiformat den Abend mit deutlich höheren Zuschauerzahlen als erwartet.

Die Winterspiele von Mailand-Cortina endeten mit einem Durchschnitt von 4,28 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 18,9 Prozent. Insgesamt verfolgten 12,5 Millionen Menschen die Übertragung – ein Rückgang um 18 Prozent im Vergleich zur Abschlussfeier der Sommerspiele 2024 (15,2 Millionen) und um 22 Prozent gegenüber 2025 (16,1 Millionen). Analysten führen den Rückgang auf Konkurrenz durch große Fußballereignisse, eine gewisse "Olympia-Müdigkeit" nach aufeinanderfolgenden Spielen sowie ein geringeres Interesse an Winterspielen in wärmeren Regionen zurück.

Ebenfalls am Sonntagabend zeigte die ARD eine Folge der Krimireihe Tatort mit dem Titel "Schmerz", die 7,29 Millionen Zuschauer (27,9 Prozent Marktanteil) anzog. In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen erreichte die Folge 1,11 Millionen – und lag damit sowohl vor der Olympischen Abschlussfeier als auch vor der Nachshow von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!

Die Nachshow des Promi-Dschungelcamp mit Gil Ofarim verzeichnete insgesamt 2,33 Millionen Zuschauer, davon 780.000 in der Altersgruppe 14 bis 49. Deutlich abgeschlagen war ProSiebens On & Off the Catwalk by Heidi Klum mit nur 590.000 Zuschauern insgesamt und 240.000 in der gleichen Zielgruppe.

Die Zahlen spiegeln veränderte Sehgewohnheiten wider: Etablierte Formate wie Tatort behalten auch gegen große Live-Events ihre Stärke. Die Abschlussfeier der Winterspiele setzte zwar Akzente, bestätigte aber den Trend sinkender Zuschauerzahlen im Vergleich zu den letzten Sommerspielen. Reality-TV-Formate hingegen hatten es schwer, mit den Quoten langjähriger Dauerbrenner mitzuhalten.