Tausende Kurden feiern Nowruz in Bonn mit Rekordbeteiligung und Friedensappellen
Lara MeyerTausende Kurden feiern Nowruz in Bonn mit Rekordbeteiligung und Friedensappellen
Zehntausende Kurden versammelten sich in Deutschland, um Nowruz, das traditionelle Neujahrsfest, zu feiern. Die Feierlichkeiten fanden am 21. März 2024 statt, wobei der Rheinau-Park in Bonn mit der größten Veranstaltung den Mittelpunkt bildete. Die Teilnehmer trugen bunte Kleidung, schwenkten Flaggen und riefen zu Frieden in den kurdischen Regionen des Nahen Ostens auf.
Über 50.000 Menschen füllten die Straßen Bonns und den Rheinau-Park. Viele waren aus verschiedenen Teilen Deutschlands und den Nachbarländern angereist. Autos zierten Aufkleber mit der kurdischen Flagge, während die Menge in leuchtender, festlicher Kleidung erschien.
Auch an anderen Orten in Nordrhein-Westfalen gab es kleinere Zusammenkünfte. In Köln nahmen etwa 10.000 Menschen teil – weniger als zunächst erwartet. Düsseldorf verzeichnete rund 400 Besucher. Die Polizei meldete von allen Veranstaltungen keine Zwischenfälle.
Nowruz, was "neuer Tag" bedeutet, wird von mehr als 300 Millionen Menschen weltweit begangen. Besonders bedeutend ist das Fest für kurdische Gemeinschaften auf dem Balkan, im Kaukasus, in Zentralasien und im Nahen Osten. Die Organisatoren in Bonn betonten die Rolle des Festes als Symbol für Einheit und Frieden, insbesondere in den von Konflikten betroffenen kurdischen Gebieten Syriens, des Irans und des Iraks.
Laut örtlichen Behörden verliefen die Feiern ohne Vorfälle. Die Bonner Veranstaltung entwickelte sich zu einer der größten Nowruz-Feiern Europas in diesem Jahr. Die Botschaft des Festes – Frieden und kultureller Stolz – fand bei den Teilnehmern aus der gesamten Region Anklang.






