Theaterformen-Festival verwandelt Gefängnis in Braunschweigs neue Bühne
Elias KellerTheaterformen-Festival verwandelt Gefängnis in Braunschweigs neue Bühne
Theaterformen-Festival kommt im Juni nach Braunschweig – mit ungewöhnlichen Spielorten
Dieses Jahr wird Braunschweig im Juni elf Tage lang Gastgeber des Festival Theaterformen sein. Veranstaltungsorte sind zwei ungewöhnliche Locations: das Staatstheater Braunschweig und das ehemalige Gefängnis Rennelberg. Erstmals öffnet die historische Haftanstalt im Rahmen des Festivalprogramms ihre Türen für die Öffentlichkeit.
Gezeigt werden 14 Produktionen von Künstler:innen aus 14 verschiedenen Ländern. Neun der Aufführungen finden im Staatstheater Braunschweig statt, darunter eine Weltpremiere. Fünf ortsspezifische Neuinszenierungen feiern hingegen im ehemaligen Gefängnis Rennelberg Premiere – ein Ort, der in diesem Jahr bewusst gewählt wurde, um das Leitthema Gerechtigkeit aufzugreifen.
Neben den Hauptaufführungen erwartet die Besucher:innen ein umfangreiches Begleitprogramm auf dem Gefängnisgelände: Diskussionsrunden, Live-Aktionen und eine geführte Festivaltour. Die Veranstalter beschreiben das Festival als Gelegenheit, Kunst in einem historisch aufgeladenen Raum zu erleben – und das Gefängnis so zu einem Ort kreativer Möglichkeiten umzudeuten.
Die Nutzung des Gefängnisses Rennelberg ist für das Festival ein Novum. Seine Architektur und Vergangenheit werden die dort gezeigten Stücke prägen und dem Publikum eine einzigartige Auseinandersetzung mit dem Thema Gerechtigkeit ermöglichen.
Fast zwei Wochen lang verbindet das Festival Theaterformen Theater, Diskurs und ortsspezifische Kunst. Mit Spielstätten zwischen traditionellem Theater und umgenutztem Gefängnis will es durch vielfältige künstlerische Perspektiven Gespräche über Gerechtigkeit anregen. Tickets und das vollständige Programm werden vor dem Start im Juni verfügbar sein.






