Theaterstück über den Lübcke-Mord zeigt Deutschlands Kampf gegen Rechtsextremismus
Lara MeyerTheaterstück über den Lübcke-Mord zeigt Deutschlands Kampf gegen Rechtsextremismus
Neues Theaterstück über den Aufstieg des Rechtsextremismus in Deutschland am Westfälischen Landestheater uraufgeführt
Am Westfälischen Landestheater ist ein neues Stück premiere gegangen, das sich mit dem Erstarken des rechtsextremen Terrorismus in Deutschland auseinandersetzt. Die Produktion mit dem Titel „Lübcke – Ein Prozess“ thematisiert die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke im Jahr 2019 sowie die grundsätzliche Bedrohung der Demokratie durch gewaltbereiten Extremismus. Mit Unterstützung von Lübckes Familie will das Stück die Gefahren von Radikalisierung und politischer Hetze ins Bewusstsein rücken.
Walter Lübcke wurde im Juni 2019 auf der Terrasse seines Hauses erschossen. Der Täter, Stephan Ernst, hatte 2015 an einer öffentlichen Veranstaltung teilgenommen, bei der Lübcke sich für die Unterbringung von Geflüchteten ausgesprochen hatte. Ermittlungen ergaben später, dass Ernst sich in rechtsextremen Kreisen radikalisiert hatte – ein besorgniserregendes Beispiel für die zunehmende Gewaltbereitschaft in der deutschen Extremismusszene.
Das am Maxim-Gorki-Theater in Berlin aufgeführte Stück beleuchtet nicht nur den Mord an Lübcke, sondern auch das allgemeine Klima der Einschüchterung, dem Politikerinnen und Politiker ausgesetzt sind. Rechtsextreme Gruppen nehmen zunehmend öffentliche Persönlichkeiten ins Visier, wobei die Bedrohungen immer häufiger in tödliche Anschläge umschlagen. Die Produktion wird von der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen gefördert und erhält Rückendeckung von Lübckes Familie. Karten für die Vorstellung sind über das Zentrale Kultur- und Tourismusbüro in Lünen oder den Webshop des Kulturamts erhältlich. Die Preise liegen zwischen 15 und 26 Euro, ermäßigt für Studierende, Schülerinnen und Schüler sowie Bundesfreiwilligendienstleistende.
Das Stück dient als eindringliche Mahnung vor der eskalierenden Gewalt in der rechtsextremen Szene Deutschlands. Indem es Lübckes Ermordung und die Radikalisierung seines Mörders aufarbeitet, unterstreicht die Inszenierung die dringende Notwendigkeit, extremistischen Ideologien entschlossen entgegenzutreten. Die Aufführungen sind Teil einer größeren Initiative, um das Bewusstsein für die Gefahren zu schärfen, denen demokratische Werte heute ausgesetzt sind.
