13 June 2026, 04:05

Thyssenkrupp revolutioniert Stahlproduktion mit Wasserstoff-Direktreduktion in Duisburg

Wasserstoff ersetzt Hochofen: Planungsvertrag für DRI-Anlage in Duisburg vergeben

Thyssenkrupp revolutioniert Stahlproduktion mit Wasserstoff-Direktreduktion in Duisburg

Thyssenkrupp baut sein Stahlwerk in Duisburg um und ersetzt die Hochöfen durch eine Direktreduktionsanlage (DRI) auf Wasserstoffbasis. Mit dem Projekt sollen die CO₂-Emissionen um bis zu 3,5 Millionen Tonnen pro Jahr gesenkt werden. Dieser Wandel markiert einen bedeutenden Schritt für die deutsche Stahlindustrie, die derzeit etwa 30 Prozent der industriellen Treibhausgase des Landes verursacht.

Die Erdarbeiten für die neue DRI-Anlage begannen Mitte 2024, nachdem eine vorzeitige Genehmigung erteilt worden war. Das Gelände in der Nähe des Kraftwerks Walsum umfasst eine Fläche von fast 40 Fußballfeldern. Dort entstehen über 60 Bauwerke, darunter Betriebsgebäude, ein Bürokomplex sowie neue Transport- und Lagersysteme.

Die Anlage wird mit der Midrex-Flex-Technologie betrieben, die den Einsatz einer Mischung aus Erdgas und Wasserstoff ermöglicht. Nach der Inbetriebnahme soll sie jährlich 2,5 Millionen Tonnen kohlenstoffarmes heißbrikettiertes Eisen (HBI) produzieren. Die Planung übernimmt die Drees & Sommer SE, während die SMS Group für den Bau verantwortlich zeichnet.

Bund und Land Nordrhein-Westfalen fördern das Vorhaben gemeinsam mit zwei Milliarden Euro. Die Investition unterstützt den Übergang zu einer klimafreundlicheren Stahlproduktion in einer der größten Industrieregionen Europas.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die DRI-Anlage soll die Emissionen um etwa ein Fünftel der gesamten deutschen Stahlindustrie verringern. Gleichzeitig modernisiert sie den Thyssenkrupp-Standort mit einer großtechnischen, wasserstofftauglichen Anlage. Das Projekt unterstreicht die Bemühungen, die Schwerindustrie zu dekabonisieren, ohne die Produktionskapazitäten zu gefährden.

Quelle