28 March 2026, 18:12

Tödlicher Virusausbruch in thailändischen Tigerparks entfacht Tierschutzdebatte neu

Ein farbenfrohes Wandgemälde in einem thailändischen buddhistischen Tempel, das eine Gruppe von Menschen in traditioneller Kleidung neben einem Löwen, Giraffe, Affe und Zebra zeigt, vor einer üppigen grünen Landschaft mit Bäumen und fernen Bergen.

Tödlicher Virusausbruch in thailändischen Tigerparks entfacht Tierschutzdebatte neu

Ein tödlicher Ausbruch des Staupevirus bei Hunden sowie bakterielle Infektionen haben in zwei Tigerparks im Norden Thailands 72 Tiere getötet. Der Vorfall hat die Debatte über den Tierschutz in den umstrittenen Tigerfarmen des Landes neu entfacht. Unterdessen erholt sich die Population wild lebender Tiger in Thailand langsam, aber stetig.

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Die Tiere starben in zwei nicht namentlich genannten Parks, in denen Tiger auf engem Raum gehalten und regelmäßig Touristengruppen ausgesetzt werden. Tierschutzorganisationen wie PETA Asien kritisieren seit Langem die Überbelegung und die schlechten Haltungsbedingungen in solchen Einrichtungen. Besucher haben dort oft direkten Kontakt zu den Tieren – sie streicheln ihnen über den Rücken oder posieren für Fotos.

Im Tigerpark von Pattaya dröhnt ein tiefes Brüllen, während sich Touristen um die zahmen Raubkatzen scharen. Eine chinesische Familie beschrieb den Besuch als aufregend, aber auch beunruhigend. Der Vater gab zu, zwiespältige Gefühle zu haben, nachdem er erfahren hatte, wie die Tiere dressiert werden. Jungtiere wie die einjährige Tigerin Nivea werden bereits in jungen Jahren mit harten Methoden gefügig gemacht.

Der Kontrast zu den wild lebenden Tigern Thailands könnte größer nicht sein. Offizielle Berichte bestätigen, dass sich ihre Zahl in geschützten Gebieten wie dem Huai-Kha-Khaeng-Wildschutzgebiet auf etwa 150 bis 200 Tiere erholt hat – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu weniger als 50 Exemplaren zu Beginn der 2000er-Jahre. Möglich wurde dies durch strengere Anti-Wilderer-Patrouillen, die Renaturierung von Lebensräumen und Maßnahmen zur Stärkung der Beutepopulationen.

Der Ausbruch unterstreicht die Risiken, die mit der Haltung von Tigern in unnatürlichen, stressbelasteten Umgebungen verbunden sind. Während Naturschutzbemühungen den wild lebenden Beständen zugutekommen, geraten die Haltungseinrichtungen zunehmend in die Kritik. Bislang haben die Behörden jedoch keine Änderungen der Vorschriften für diese Parks angekündigt.

Quelle