Traditionszulieferer WKW meldet Insolvenz – 3.000 Jobs in Gefahr
Deutscher Autozulieferer WKW meldet Insolvenz nach jahrelangen Finanzkämpfen
Der deutsche Automobilzulieferer WKW hat nach Jahren der finanziellen Schieflage Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen, das weltweit rund 3.000 Mitarbeiter beschäftigt, scheiterte an einer letzten Rettungsübernahme durch einen US-Investor. Die Belegschaft an den beiden Hauptstandorten blickt nun einer ungewissen Zukunft entgegen.
WKW, 1940 gegründet, ist spezialisiert auf hochwertige dekorative und funktionale Bauteile für Luxusfahrzeuge. Seine Produkte aus Aluminium, Edelstahl und Kunststoff werden seit Jahrzehnten von Premium-Herstellern verbaut. Das Unternehmen gliedert sich in zwei Hauptgesellschaften: die Walter Klein GmbH & Co. KG in Wuppertal und die WKW-Aktiengesellschaft in Velbert.
Die Krise zieht sich bereits seit Jahren hin. 2022 entging WKW nur knapp dem Kollaps, nachdem das Land Nordrhein-Westfalen mit finanziellen Garantien einsprang. Umstrukturierungsversuche folgten, konnten die Lage jedoch nicht stabilisieren. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen in Europa und den USA einen Umsatz von 560 Millionen Euro – doch die finanziellen Probleme blieben bestehen.
Ein möglicher Rettungsdeal mit einem US-Investor platzte kürzlich, sodass dem Unternehmen keine tragfähigen Alternativen mehr blieben. Die Insolvenz setzt nun rund 2.000 Arbeitsplätze auf Spiel – 500 in Wuppertal und 1.500 in Velbert. WKW gehört der Gert-und-Susanna-Mayer-Stiftung, die übrigen Anteile hält Susanna Mayer.
Die Insolvenz bedeutet für die Mitarbeiter an beiden Standorten sofortige Unsicherheit. Gläubiger und Insolvenzverwalter werden nun die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Unternehmens prüfen. Das Ergebnis wird zeigen, ob Teile des Betriebs gerettet werden können oder ob die Produktion vollständig eingestellt wird.






