Transferpoker um Said El Mala: Warum der 1. FC Köln alle Millionen-Angebote von Brighton ablehnt
Marie KrügerTransferpoker um Said El Mala: Warum der 1. FC Köln alle Millionen-Angebote von Brighton ablehnt
Der Transferpoker um den Kölner Flügelspieler Said El Mala reißt nicht ab. Trotz mehrerer Angebote von Brighton & Hove Albion – zuletzt soll eine Summe von bis zu 30 Millionen Euro im Raum gestanden haben – bleibt der 1. FC Köln hart und lehnt alle Offerten ab. Die Zukunft des 20-Jährigen ist ungewiss, während die Spannungen zwischen Spieler und Verein weiter wachsen.
El Malas steile Karriere begann im Februar 2024, als er bei Viktoria Köln seinen ersten Profivertrag unterzeichnete. Nur wenige Tage später gab er sein Debüt in der ersten Mannschaft und entwickelte sich schnell zum Leistungsträger. Bis zum Ende der Saison 2024/25 erzielte er in 32 Spielen 13 Tore und wurde als "Newcomer der Saison" der 3. Liga ausgezeichnet. Sein Erfolg blieb nicht unbemerkt – der 1. FC Köln sicherte sich seine Dienste im Juni 2024.
In der aktuellen Spielzeit setzt er seine beeindruckende Entwicklung fort: Sieben Tore in 22 Bundesliga-Partien, darunter sein erstes Tor in der höchsten Spielklasse beim 4:1-Sieg gegen den SC Freiburg am 31. August 2025. Dennoch steht er nur neunmal in der Startelf, kommt meist als Einwechselspieler zum Zug. Seine jüngste Formkurve zeigt jedoch nach unten – seit sechs Spielen wartet er auf einen Treffer oder eine Vorlage, was seine Frustration zusätzlich schürt.
Brightons Interesse reicht bis in den Sommer 2025 zurück, als der englische Klub erstmals 15 Millionen Euro bot. Nach einer Absage legten die Seagulls im Wintertransferfenster nach – mit verbesserten Angeboten zwischen 25 und 30 Millionen Euro. Doch auch diese wies Kölns Sportdirektor Thomas Kessler zurück. Seine Strategie scheint klar: El Mala vorerst halten, die Mannschaftsstärke wahren und im nächsten Sommer möglicherweise eine noch höhere Ablösesumme verlangen.
Der Vertrag des Flügelspielers läuft bis 2030 – und enthält keine Ausstiegsklausel, was dem 1. FC Köln eine starke Verhandlungsposition verschafft. Dennoch deutet vieles darauf hin, dass El Mala zunehmend für einen Wechsel offen ist. Auch der FC Bayern München beobachtet die Lage und könnte ihn als mögliche Alternative für Luis Díaz ins Visier nehmen. Die Pattsituation sorgt für Zündstoff, denn während der Spieler nach regelmäßiger Spielzeit in der Startelf strebt, bleibt ihm diese bisher verwehrt.
Vorerst bleibt El Mala ein Kölner Spieler – doch die Spekulationen reißen nicht ab. Brightons anhaltendes Werben und das berichtete Interesse des Rekordmeisters lassen erahnen: Diese Geschichte ist noch lange nicht zu Ende. Ohne Ausstiegsklausel in seinem Langzeitvertrag hat der Verein zwar die besseren Karten – doch die Unzufriedenheit des Spielers könnte in den kommenden Monaten für weitere Entwicklungen sorgen.
