18 March 2026, 00:14

Untersuchung zu ritueller Gewalt in der Kirche findet keine Beweise für schwere Vorwürfe

Ein Buch, das die Geschichte der katholischen Kirche zeigt, mit Bildern ihrer Räume, Flure, Artefakte und erklärendem Text.

Untersuchung: Keine Hinweise auf Ritualmissbrauch in Diözesen - Untersuchung zu ritueller Gewalt in der Kirche findet keine Beweise für schwere Vorwürfe

Untersuchung zu Ritualgewalt in deutschen Bistümern findet keine Beweise für Vorwürfe

Eine aktuelle Untersuchung zu Vorwürfen ritueller Gewalt in mehreren deutschen Bistümern ist ohne belastbare Belege für die erhobenen Anschuldigungen abgeschlossen worden. Die Ermittlungen prüften schwere Vorwürfe, darunter organisierte Missbrauchsnetzwerke und extreme Gewalttaten, fanden jedoch keine Hinweise auf Straftaten wie Vergewaltigung, erzwungene Abtreibungen oder Mord.

Im Rahmen der Aufklärung wurden Betroffene befragt und psychologische Gutachten erstellt. Einige der Zeugen hatten zuvor hochrangige Kirchenvertreter, darunter Kardinäle und Bischöfe, in ihren Schilderungen namentlich genannt.

Im Mittelpunkt der Untersuchung standen Vorwürfe rituellen sexuellen Missbrauchs, darunter Behauptungen über organisierte Täternetzwerke. Psychologen kamen zu dem Schluss, dass viele der Beschreibungen vermutlich auf falschen Erinnerungen beruhten und nicht auf tatsächlichen Ereignissen. Therapeuten, die mit den Betroffenen arbeiteten, könnten unbeabsichtigt deren Erinnerungen geprägt und damit den Glauben an rituelle Gewalt verstärkt haben.

Frühere Beratungsstellen und eine Arbeitsgruppe im Bistum Münster waren in die Kritik geraten, weil sie Betroffene ermutigt hatten, nach verdrängten Erinnerungen zu suchen. Dieser Prozess habe laut Bericht ihre Verstrickung in unbestätigte Erzählungen vertieft. Die Theorie ritueller Gewalt, die scheinbar eine Erklärung für Trauma bietet, könnte die Situation für manche sogar verschlimmert haben.

Der Sänger Xavier Naidoo hatte bei einer kürzlichen Demonstration in Berlin öffentlich behauptet, "Menschenfresser" würden Babys verspeisen, und die Vorwürfe mit dem Fall Epstein in Verbindung gebracht. Seine Aussage, die vor Veröffentlichung des Berichts fiel, sorgte für mediale Aufmerksamkeit, fand jedoch in der Untersuchung keine Bestätigung.

Der Abschlussbericht wird in anonymisierter und gekürzter Form veröffentlicht. Die Ermittler betonten, dass es keine konkreten Beweise für die Existenz organisierter Netzwerke oder rituellen Missbrauchs gebe.

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Die Ergebnisse beenden eine viel beachtete Untersuchung, lassen die Betroffenen jedoch ohne die ersehnte Bestätigung zurück. Der Bericht warnt vor den Risiken suggestiver Therapiemethoden und der Entstehung falscher Erinnerungen in Traumafällen. Die Behörden schließen weitere Überprüfungen nicht aus, sollten neue Erkenntnisse auftauchen.

Quelle